Dieser Schüler aus Südbaden hat den perfekten Kühlschrank erfunden

Jule Markwald

Im Hochsommer Tiefkühlwaren ungeschmolzen nach Hause zu bringen ist eine knifflige Angelegenheit. Robin Ganter aus Egringen hat nach einem Großeinkauf mit seiner Mutter einen autarken Low-Oxygen-Kühlschrank für den Kofferraum entwickelt. In dem bleiben Lebensmittel extralange frisch. Wie das Teil funktioniert:

Eine kleine geschlossene Box auf der Rückseite des Kühlschranks ist das Geheimnis. Dort oxidiert Eisenpulver mit dem Sauerstoff aus der Luft im Inneren des Kühlschranks. Kochsalz und Wasser dienen als Katalysatoren, Aktivkohle speichert das Wasser. Dadurch sinkt die Sauerstoffkonzentration im Kühlschrank drastisch ab und die Lebensmittel bleiben viel länger frisch. Robin hat das Ganze mit angeschnittenen Äpfeln getestet. Die hielten sich in seinem Wunderkühlschrank fast zwei Monate quasi unverändert knackig und frisch.


Damit der Sauerstoffgehalt in der Luft nicht bei jedem Öffnen der Kühlschranktür wieder nach oben schnellt, hat der Nachwuchserfinder sogar eine Luftschleuse eingebaut. Ähnlich wie im Eingangsbereich eines Kaufhauses, baut ein kleiner Ventilator eine Barriere aus strömender Luft auf und verhindert so den Austausch der Luft im Innern des Kühlschranks mit der Luft draußen. Eine ganze Menge Arbeit also, die der Schüler in seine Erfindung gesteckt hat. Hilfe gab es dabei von allen möglichen Seiten, zum Beispiel von seinem Opa, der ihm beim Basteln an seiner Drehbank half.

Mittlerweile hat Robin Sponsoren gefunden, die ihn unterstützen. Ein Prototyp seines Kühlschranks ist schon fertig und einsatzbereit. "Es gibt zwar noch Kleinigkeiten, die man verbessern kann, aber im Großen und Ganzen funktioniert das Prinzip. Wie bei jedem Prototyp eben." sagt der Erfinder über seine revolutionäre Kühlmaschine. Unter anderem unterstützen ihn der Energiedienst und das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg. Wann es den "RG Fresh Revolution" dann im regulären Handel zu kaufen gibt, bleibt abzuwarten.
Mehr dazu:

Was: Regionalwettbewerb Südbaden – Jugend forscht
Wann: Donnerstag und Freitag, 9. und 10. Februar 2017
Wo: Messe Freiburg
Eintritt: frei (öffentliche Ausstellung am Freitag, 10. Februar, ab 9 Uhr)

Disclosure

Fudder ist Medienpartner des Regionalwettbewerbs Jugend forscht. Dieser wird in Südbaden traditionell vom Waldkircher Unternehmen Sick AG durchgeführt. Im Rahmen dieser Kooperation gibt es wieder unser Forscher-Blog mit freundlicher Unterstützung der Sick AG, in dem wir einige interessanteste Themen rund um das Thema Jugend forscht präsentieren.