Dieser Freiburger tritt bei "Das Supertalent" an – mit einer Laserharfe

Laura Wolfert

Die RTL-Talentshow "Das Supertalent" startet am Samstagabend ihre zehnte Staffel. Mit dabei: Ralf Schink aus Freiburg. Er macht mit grünen Lasern Musik.

fudder: Herr Schink, Sie sind Produzent, Pianist – ein leidenschaftlicher Musiker. Wie kommt es, dass Sie bei einer RTL-Talentshow mit einer Laserharfe teilnehmen?


Ralf Schink: RTL hatte mich schon ein paar mal gefragt, ob ich mich bewerben möchte – aber da habe ich mich noch nicht bereit gefühlt. Erst jetzt beherrsche ich das Instrument so, dass ich mich auch auf eine so große Bühne traue. Außerdem war es schon immer ein Traum, vor so einem großen Publikum aufzutreten.

fudder: Sie erzeugen Musik, indem Sie Lichtstrahlen anfassen – wie funktioniert das genau?

Schink: Die Harfe besteht aus grünen Laserstrahlen. Berührt man diese, folgt ein Ton. Die Klangfarben, die man hören kann, kommen vom Computer – dem Klangerzeuger.

Meine Laserharfe hat einen Tonumfang von drei Oktaven. Wie bei einem Saiteninstrument, bei dem die tiefen Saiten länger sind, als die hohen, haben wir uns entschieden, dass die tiefen Töne weiter oben auf den Laserstrahlen liegen. Je weiter unten man den Strahl berührt, desto höher werden die Töne.

Die Strahlen folgen von links nach rechts: c,d,e,f,g,a,h,c – dann in die nächste Oktave und dann nochmal in die nächste Oktave. Dann gibt es – wie auf dem Klavier – "schwarze Tasten". Die kann ich beim Spielen über ein Pedal bedienen.

Wenn ich die Hand im Strahl habe und hoch und runter fahre, moduliert der Ton – dann kann ich eine Vibrato erzeugen. So kann man den Ton formen und es klingt organisch, nach Musik.

fudder: Wie viele Laserharfenspieler gibt es in Deutschland?

Schink: Ich weiß nur noch von einem Berliner, der Laserharfe spielt. Aber meine Harfe ist ein Unikat. So wie ich spielt das – soweit ich weiß – weltweit kein anderer.

fudder: Bei "Das Supertalent" treten immer wieder Kandidaten an, die sich nicht steigern können. Gerade für Dieter Bohlen ist das häufig ein Ausscheidungskriterium. Überzeugen Sie Dieter Bohlen: Wie lässt sich die Show Ihrer Laserharfe steigern?

Schink: Wie bei jedem Instrument: Man wird schneller, besser, virtuoser. Man hat so viele Möglichkeiten, bis man an seine Grenzen und an die physikalischen Grenzen des Instruments kommt – egal was Herr Bohlen sagt.

Man kann sich natürlich steigern, indem man weitere Laser dazu bastelt. Ich habe den Traum, dass ich eines Tages mit einer mehrfarbigen Laserharfe spielen kann.

fudder: 2013 hat sogar ein Hund "Das Supertalent" gewonnen. Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein, die Show mit einer Laserharfe zu gewinnen?

Schink: Wird das die Überschrift ihres Artikels? (lacht) Ich kann mir schon vorstellen, dass ich weit komme. Wer weiß, wer da noch alles teilnimmt. Gewinnen ist immer wunderschön. Mein Ziel ist aber einfach, die Laserharfe bekannter zu machen: Das ist ein nämlich tolles Instrument, mit dem man wunderschöne Musik erzeugen kann.
Ralf Schink ist in Freiburg geboren und aufgewachsen. Als Kind lernte Schink Orgel zu spielen und stieg kurz darauf auf das Klavier um. Nach dem Abitur 1985 studierte er für einige Zeit Musik an der Swiss-Jazz-School und am Berklee College of Music in Boston.

Seit 2004 wohnt der 50-Jährige in Berlin. Er spielt als Keyboarder und Laserharfenspieler in der Band von "Noah Fischer" und "Alexandra Jansen". Schink arbeitet hauptberuflich als Produzent für das Berliner Studio und Label "NJI-Musikbox".

Ralf Schink wird am Samstagabend, 10. September, in der TV-Sendung "Das Supertalent" zu sehen sein: 20.15 Uhr, RTL .