Theater Freiburg

Dieser Choreograf tanzt für seinen Vater, der plötzlich verstorben ist

Gina Kutkat

Ein Sohn tanzt für seinen toten Vater: In "À mon Père, une dernière danse et un premier baiser" erzählt Tänzer und Choreograf Radhouane El Meddeb eine berührende Geschichte. Das Stück feiert am Freitag im Kleinen Haus Premiere.

Was würdest Du einer bestimmten Person sagen, die Dich verlassen hat? Was möchtest Du ihr zeigen, welche Geschichte erzählen, die tief in Dir schlummert und die Du noch nie preisgegeben hast?


Der tunesisch-französische Tänzer und Choreograf Radhouane El Meddeb hat sich diese Fragen erst theoretisch und dann praktisch gestellt. In seinem Tanzstück "À mon Père, une dernière danse et un premier baiser" (auf Deutsch: Für meinen Vater, ein letzte Tanz und ein erster Kuss) tanzt er für seinen Vater, der plötzlich verstorben ist.



Intimer geht es nicht: El Meddeb steht alleine auf der Bühne und kehrt in knapp 50 Minuten sein Innerstes nach außen. Seine Hände wollen berühren, sein Körper strauchelt, sucht Halt und versucht mit Gesten auszusprechen, was ihm mit Worten nie möglich war. Der Tanz ist eine Hommage an seinen Vater, aber sie kann anderen auch Mut machen, das Gespräch, das nie stattgefunden hat, nachzuholen.

"À mon Père, une dernière danse et un premier baiser" feiert am Freitagabend im Kleinen Haus des Theater Freiburg Premiere.
  • Was: À mon Père, une dernière danse et un premier baiser
  • Wann: Freitag, 22. Februar, 20 Uhr
  • Wo: Theater Freiburg, Kleines Haus
  • Tickets: 23 Euro, Studenten und ermäßigt 8 Euro

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