Diese zwei Professoren wollen als DJ-Duo "OxyToxic" eine Studentenparty aufmischen

Anna Lob

Tagsüber erforschen sie das Kuschelhormon Oxytocin, nachts stehen sie hinter dem DJ-Pult: Die beiden Dozenten Markus Heinrichs und Tobias Stächele legen am Samstag bei der Psychoparty im T.I.K. auf – als DJ-Duo "Oxytoxic".

Den Studierenden nur als Dozenten begegnen? Das reicht Markus Heinrichs und Tobias Stächele nicht. Sie werden sich am Samstag als DJs unter die feierwütige Meute auf der Psychoparty im T.I.K. mischen. Wie sie sich auf ihren Auftritt vorbereiten und ob das eventuell der Beginn einer zweiten Karriere wird? fudder-Autorin Anna Lob hat mit den beiden darüber gesprochen.


"Oxytocin ist das Hormon der Nähe, des Blickkontakts und der Liebe." So beschreibt Markus Heinrichs seinen liebsten Forschungsgegenstand. Die Idee ist es, auf der Psychoparty die toxische Seite des Oxytocins auszuleben und genau daraus ist der Name des DJ-Duos entstanden: "OxyToxic".

Keine Unterstützung von Profi-DJs

Normalerweise dozieren Markus Heinrichs und Tobias Stächele an der Universität Freiburg zu Biologischer und Differentieller Psychologie. Wie es dazu kam, dass sie sich hinter das DJ-Pult begeben? "Die Fachschaft ist mit der Idee auf uns zugekommen", so Heinrichs. Das fanden beide "sehr cool".

Für Markus Heinrichs ist es bereits der zweite Auftritt als DJ auf der Psychoparty, für Tobias Stächele ist es Premiere. Aber auch er ist durch langjährige Banderfahrung musikalisch bewandert. Auf Unterstützung eines erfahreneren DJs verzichten die beiden, "auch wenn die Übergänge dann halt mal nicht so sauber sind", so Heinrichs.

Gemeinsames Partymachen nicht ausgeschlossen

Die Vereinbarkeit des Dozenten-Daseins mit Partyauftritten ist für die beiden kein Problem: "Spaß am Party machen, auch in höherem Alter" ist laut Stächele die Hauptmotivation hinter dem DJ-Auftritt. Auch, dass sie dauerhaft von jungen Menschen umgeben sind, ist ein Privileg, dass für das Duo das gemeinsame Partymachen nicht ausschließe. "Zusammen zu tanzen, mal ein Bier zu trinken, das macht ja auch Spaß", meint Heinrichs.

Was kann man am Samstag musikalisch von OxyToxic erwarten? "Wir legen nichts auf, von dem wir wissen: das läuft grade bei der Zielgruppe, sondern wir legen auf, was wir gut finden." Dabei wird es sich um Musik aus verschiedenen Genres und Jahrzehnten handeln. "Wir glauben aber, dass die Leute ganz gut abgehen da drauf." so Heinrichs. "Alles ist tanzbar, alles ist cool."

Kein Modern Talking

Zu viel verraten wollen die zwei aber nicht. "Vorbei kommen und erleben", meint Stächele. Auf Musikwünsche werden sie nicht eingehen. Auf gar kein Fall muss man aber mit Modern Talking, Schlagern oder Stehblues rechnen, bekräftigen die Dozenten. Die Entscheidung, den Auftritt um 0 Uhr zu absolvieren, war eine bewusste – der Club soll schon gut gefüllt sein. Auftrittszeit und Freibier sind außerdem die einzigen zwei Bedingungen, die sie an die Fachschaft gestellt haben.

"Wir verlegen nicht einfach die Vorlesung unter die Erde", so Stächele. "Es handelt sich um ein völlig neues Programm." Vorbereiten wolle man sich darauf, unter anderem durch das Erstellen einer Playlist. Um die Outfitauswahl habe man sich noch nicht so viele Gedanken gemacht, Heinrichs meint, er werde sich wohl wieder ein T-Shirt seines Sohnes ausleihen.
  • Was: Psychoparty im TIK
  • Wann: Samstag, 18.November, ab 23 Uhr
  • Wo: T.I.K, Sundgauallee 36

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