Forscher-Blog

Diese Jungs haben eine Handyreinigungsstation entwickelt

Jule Markwald

UVC-Strahlen bekommen wir jeden Tag ab, denn sie sind Teil des Sonnenlichts. Aber was passiert, wenn man ihre desinfizierende Wirkung gezielt einsetzt? Nikolaus und Anselm haben für Jugend forscht eine Handyreinigungsstation entwickelt.

Eine kleine Box aus Pappkarton beherbergt die eigentliche Erfindung von Nikolaus und Anselm von der Freien Waldorfschule in Freiburg St. Georgen. Ein mittelgroßes Smartphone lässt sich darin komfortabel unterbringen. Auf Knopfdruck wird das Handy dann mit keimtötendem UVC-Licht bestrahlt. Wenige Minuten später kann man das frisch desinfizierte Handy herausnehmen.


"Letztes Jahr haben wir uns mit der Desinfektion von Oberflächen mittels UVC-Licht beschäftigt" erzählt Nikolaus Bauer. "Dieses Jahr wollten wir uns auf Smartphones konzentrieren. Das kam uns noch spannender und aktueller vor." Zwischen 46 und 68 Mal pro Tag haben wir unsere Smartphones durchschnittlich in der Hand. Viele nehmen ihr Handy mit aufs Klo, oder tragen es bei schweißtreibendem Sport eng am Körper. Nach nur drei Tagen finden sich auf einem Smartphonedisplay deshalb häufig mehr Keime und Erreger als auf einer durchschnittlichen Klobrille.

Wer reinigt schon sein Handy?

Wer auf die Toilette geht, in der Straßenbahn Haltegriffe anfasst oder auf der Rolltreppe seine Hand auf das Halteband legt, wäscht sich in der Regel danach die Hände. Das Smartphone reinigen allerdings nur die wenigsten von uns regelmäßig. Nikolaus und Anselm wollen das ändern. Denn auch wenn die meisten Bakterien für gesunde Menschen absolut unbedenklich sind – wer sowieso schon ein angeschlagenes Immunsystem hat, für den können die vielen Keime ein echtes Risiko werden.

Ihre Erfindung können sie sich genauso gut in Privathaushalten als auch in öffentlichen Räumen vorstellen. Öffentliche Handyladestationen, die es immer häufiger an Flughäfen und in Einkaufszentren gibt, könnten auch mit UVC-Licht ausgestattet werden. So würde das Smartphone nicht nur aufgeladen, sondern direkt auch von Bakterien befreit.

Beim Jugend Forscht Regionalwettbewerb Südbaden wird die Erfindung der beiden in der Kategorie "Fachgebiet Arbeitswelt" antreten. Sollten die Jungerfinder gewinnen, geht es für sie weiter zum Landeswettbewerb in Stuttgart.
Was: Regionalwettbewerb Südbaden – Jugend forscht
Wann: Do, 1. Februar 2018 – Fr, 2. Februar 2018
Wo: Messe Freiburg
Eintritt: frei
Webseite: http://www.sick.com/jugend-forscht
Facebook: facebook.com/Jugend.Forscht

Disclosure
fudder ist Medienpartner des Regionalwettbewerbs Jugend forscht. Dieser wird in Südbaden zum dreizehnten Mal in Folge vom Waldkircher Unternehmen Sick AG durchgeführt. Im Rahmen dieser Kooperation gibt es wieder unser Forscher-Blog mit freundlicher Unterstützung der Sick AG. Wir versorgen euch von heute an wieder mit den interessantesten Themen rund um das Thema Jugend forscht.