Diese 5 Kunstwerke dürft ihr auf dem Open Art Festival nicht verpassen

Dorothea Winter

Das Open Art Festival zeigt neun Tage lang Kunstwerke in ganz Freiburg. Der Gedanke ist, Kunst im alltäglichen Lebensraum zu verorten. Insgesamt nehmen mehr als 50 Künstlerinnen und Künstler teil. Diese fünf Werke müsst ihr auf jeden Fall sehen.

Das Thema des diesjährigen Open Art Festivals in Freiburg, das vom 12. bis zum 20. Mai stattfindet, ist "Kunst im Alltag – Alltag in der Kunst". Internationale und nationale und regionale Künstlerinnen und Künstler sowie Künstlerkollektive zeigen Werke aus einer Vielfalt von Kunstrichtungen, ohne nach einer bestimmten zu selektieren. So sind Werke aus den Bereichen Skulptur, Installation, Land Art, Video, Klang, Tanz, Malerei und Performance zu sehen.


Die Non-Profit-Veranstaltung will zeigen, wie Kunst Menschen unmittelbar in ihrem Lebensalltag ansprechen kann. Die selbstorganisierten und eigenverantwortlichen Konzepte werden in temporären und öffentlichen Räumen – wie zum Beispiel in Cafés, Büros oder Kirchen – aber auch privaten Wohnungen zu finden sein.

Da die Auswahl riesig ist, folgt eine Auflistung der fünf Werke, die ihr auf keinen Fall verpassen dürft.

1. Petra Annemarie Schleifenheimer, NICHT MEIN ORT – Auf Spurensuche im öffentlichen Raum

Bei ausgesprochenen Empfehlungen schicken wir die Fragenden an Orte, die begeistern und ansprechen, nicht an jene, die ekeln oder Angst einflössen. Petra Annemarie Schleifenheimer geht diesen Un-Orten nach – Parks, Unterführungen, Mülldeponien – und hinterlässt an diesen Orten Spuren. "Künstlerische Wegmarken sozusagen", so Schleifenheimer. Die Künstlerin geht noch weiter: "Eine interaktive Karte begleitet die Spurensuche". Als Rezipienten dienen dabei keineswegs nur die typischen Vernissage-Gänger und Kunst-Affinen, sondern alle Menschen, die sich im öffentlichen Raum bewegen.
2. Manuela Geugelin, Trias

In der Maria-Magdalena-Kirche im Rieselfeld stellt die in Berlin geborene Bildhauerin Manuela Geugelin drei große Kupfertafeln aus. Diese wurden durch Biegen, Stauchen, Hämmern und Flammen in Form gebracht. "Das Triptychon soll die Dreiheit des Lebenszyklus von Fruchtbarkeit, Wachsen und Vergangenheit symbolisieren", sagt Manuela Geugelin. Ein Rückgriff auf ein geschichtsträchtiges Thema – nur eben neu interpretiert. So werden sowohl in der Form, als auch im Inhalt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verknüpft.

3. Karolin Stächele, Yannis Karalis, Marta Capaccioli, uvm. - Ass Ocean

Ass Ocean ist eine Performance mit 20 Tänzerinnen und Tänzern, die in der Archäologischen Sammlung, am 20. Mai um 18 Uhr, und im E-Werk am 19. Mai um 18 Uhr gezeigt wird. Die Performance möchte das Bild von Wellen, Meer und dem Ozean vor unseren Augen entstehen lassen. Es geht um Wandel und die Herausforderungen, die dieser mit sich bringt. Es geht um die Schwierigkeit, der wir als Menschen gegenüberstehen, Veränderungen zu akzeptieren und sich an neue Umstände anzupassen.

Die Archäologische Sammlung scheint dabei zunächst eher ungeeignet zu sein, doch wurde bewusst gewählt: "Diese sehr alten Skulpturen schaffen eine Atmosphäre von etwas ewig Währendem, ähnlich wie der unaufhörliche menschliche Kampf oder der endlos scheinende Ozean", so das Künstlerkollektiv. Was genau hinter dem Titel steckt, soll sich bei der Performance klären.
4. Philip Krajewski, Motion I

Die Skulptur Motion I des Freiburger Künstlers Philip Krajewski wird in der Bardo Bar in der Altstadt zu sehen sein – und das vom 16. bis 19. Mai, jeweils ab 20 Uhr. Die Besucher agieren und reagieren in dem Kunstwerk mit Laser und Spiegel, die im Raum aufgebaut sind.

Die Arbeit Motion I soll den Teilnehmern Fragen nach sich selbst und dem Kontext aufwerfen. Teilnehmer deswegen, weil man mit der Arbeit interagiert und Teil von ihr wird. Demnach ist man nicht bloß Betrachter. Wo befindet man sich im Raum, auf der Welt, zeitlich im eigenen Leben und in dem Anderer und welchen Stellenwert hat man? Das sind alles mögliche Fragen, die ausgelöst werden können.

5. Beate Euler, alles geschieht (nicht) umsonst

Beate Eulers Performance wird im Herzstück der Altstadt am 12. Mai stattfinden: Auf dem Augustiner Platz um 12 Uhr, in der Kaiser-Joseph-Straße und der Rathausgasse um 13.30 Uhr und dem Stadttheater um 15 Uhr. Hauptbestandteile der Mobile Performance werden Erde und Seil sein. Das aus Zeitungen gebildete Seil wird am Boden ausgelegt und formuliert einen Innenraum. In diesem Raum werden auf einem Erdhügel schwarze Quadrate gemalt, die, an Menschen verschenkt, das Schöpferische wecken. Das Seil verbindet das Innen und Außen und durch den interaktiven Umgang der Passanten mit dem Seil tritt es als Verbindendes zwischen sie. Untrennbar, verbunden, und/oder doch auch einsam?
Was: Open Art Festival 2018

Wann: 12. bis 20. Mai

Wo: Freiburg

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