Diese 5 Konzerte an der Musikhochschule dürft ihr nicht verpassen

Manuel Lorenz

Die Freiburger Musikhochschule überrascht immer wieder mit einem vielseitigen und anspruchsvollen Programm - so auch im Sommersemester 2014. Wir sagen euch, welche fünf Konzerte ihr nicht verpassen dürft:



Bachs Matthäus- und Johannes-Passion

Wer's an Weihnachten nicht mehr geschafft hat, sich Bachs Weihnachtsoratorium zu geben, sollte wenigstens jetzt die Gelegenheit nutzen, um sich eine seiner Passionen zu Gemüte zu führen. Die Musikhochschule gibt dazu gleich zweimal Gelegenheit - und zwar innerhalb von drei Tagen. Am Sonntag, 13. April, 17 Uhr, führt das Institut für Kirchenmusik in der Lutherkirche (Google Maps) die Matthäus-Passion auf, am Dienstag, 15. April, 20 Uhr, geben der Kammerchor, das Barockorchester und Solisten der Musikhochschule unter der Leitung von Morten Schuldt-Jensen am selben Ort die Johannes-Passion. PS: Auch interessant für Menschen, denen eigentlich nichts am Leiden und Sterben Christi gelegen ist!

Schlagzeugkonzert "Himmelsklänge"

Bei klassischen Schlagzeugkonzerten weiß man nie, was kommt - bei Klassik denkt man ja gemeinhin an Beethovens Neunte, irgendeine Chopin-Nocturne oder eine Arie aus Puccinis "La Bohème" denkt. Schlagzeug assoziiert man mit Rocknroll. Tatsächlich ist es dann aber immer spannend bis witzig, was bei klassischen Schlagzeugkonzerten passiert. Viel Action, großartiges Durcheinandergescheppere. Am Donnerstag, 17. April, 20 Uhr könnte es im Konzertsaal der Musikhochschule ein wenig kontemplativer werden. Einerseits werden nämlich zeitgenössische beziehungsweise Moderne Werke von Xenakis, Messiaen und Grisey gespielt, andererseits erklingen mongolische Himmelsgesänge und Tempelmusik aus Myanmar (Birma). Für musikalisch Aufgeschlossene ein Muss!

Duo-Abend für Cello und Klavier

Klavier und Cello ist vielleicht die ausgewogenste Kombination, die die Klassik zu bieten hat. Hier das abstrakte, perkussive Tasteninstrument, dort das warme, lyrische Streichinstrument. Die Brüder Peter-Philipp (*1986) und Hansjacob Staemmler (*1978) traten zum ersten Mal vor 16 Jahren gemeinsam auf. Am 23. April, 20 Uhr führen sie im Konzertsaal der Musikhochschule Stücke auf, die allesamt im 20. Jahrhundert von Tschechen beziehungsweise Russen komponiert worden sind: Janáček "Pohádka", Martinůs Sonate für Cello und Klavier Nr. 1, Roslawetz' Sonate Nr. 1 und Schostakowitschs Sonate für Cello und Klavier d-Moll op. 40.

Hammerklavier-Abend mit Alte-Musik-Star Robert Hill

Nicht jede Musikhochschule hat solch einen namhaften Professor für historische Tasteninstrumente und Aufführungspraxis. Denn: Robert Hill ist ein Star seines Faches, hat beim großen Gustav Leonhardt gelernt und mit dem Who-is-who der Alten Musik musiziert. Am Dienstag, 29. April, 20 Uhr erweist er dem berühmten Bach-Sohn Carl Philipp Emanuel seine Ehre. Der wär' heuer 300 Jahre alt geworden und wird aus diesem Grund gerade wieder neu entdeckt. Robert Hill spielt Stücke von ihm auf einem Instrument von damals: dem Hammerklavier - quasi dem Vorgänger des modernen Konzertflügels.

Szenen aus Mozarts "Così fan tutte"

Die Opernstudis der Musikhochschule stellen jedes Semester eine tolle Produktion auf die Bühne (fudder berichtete). Dieses Mal: Szenen aus Mozarts "Così fan tutte", was sie "La scuola degli amanti" nennen - der Untertitel der Oper. Aufgeführt wird die Fassung für zwei Klaviere; die Arien werden auf Italienisch gegeben, die Rezitative auf Deutschitalienisch. Wann: Freitag, 20. Juni und Samstag 21. Juni, 19:30 Uhr. Wo: Konzertsaal der Musikhochschule.

Auf der Website der Musikhochschule Freiburg findet ihr das komplette Programm fürs Sommersemester 2014. [Foto: Thomas Kunz]