Clubsterben

Diese 35 Freiburger Clubs haben in den vergangenen 17 Jahren geschlossen

Bernhard Amelung

Nachtleben heißt auch Wandel und Unberechenbarkeit. Wo heute noch getanzt wird, könnten morgen bereits Möbel verkauft werden. Wie sich die Clublandschaft in Freiburg seit 1999 entwickelt hat, zeigt diese Übersicht.


1999

1. Die Bauküche schließt. Der legendäre Club, gelegen im Süden der Stadt auf dem heutigen Vauban-Gelände, war kein eigentlicher Club. In der Lokalität befand sich tatsächlich eine Küche und Kantine für die Bauarbeiter, die die geräumten Kasernen der französischen Besatzungstruppen abgerissen hatten. Zu den Betreibern und Resident-DJs gehörte auch der im September dieses Jahres verstorbene Frank Krieger alias Beyond.

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2001

2. Das Divino in der Humboldtstraße 3 schließt im Juni. Wo heute das Einrichtungshaus Arnold hochwertige Möbel und Accessoires für die Wohnungseinrichtung verkauft, befand sich seit 1977 eine Diskothek, die von Manfred Jungwirth als "Landhaus" eröffnet, von Bernd Winkler und Armin Schäfer unter den Namen "Unverschämt", "H3" und "Divino" weiter geführt wurde.

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2002

3. Der K-Club, ehemals Parabel, schließt im Mai.

2003

4. Der Buddha Club, untergebracht in der Kaiser-Joseph-Straße 244, schließt Ende Juni. Didi Broscheit, Geschäftsführer der Bellini GmbH und Mitbetreiber des Buddha Club, verlegt den Betrieb in das Gewölbe des Karma, das im April 2003 in der Bertoldstraße 51-53 eröffnet hat.

5. "The Other Place", unmittelbarer Nachfolger des Buddha Clubs in der Kaiser-Joseph-Straße 244, schließt Ende September nach nur zweieinhalb Monaten Betriebszeit. Die Besitzer, die Bellini GmbH, zieht sich aus dem Projekt zurück. Sebastian Stang alias DJ Shaddy und Ludger Kreilos, zu dieser Zeit Galerist und Inhaber des Plattenlabels Lab Records, hatten als Projektleiter in den Räumlichkeiten des einstigen Buddha Club einen Ort errichtet, an dem in nur kurzer Zeit DJs wie Superpitcher, Beanfield und DJ Koze aufgelegt hatten. Von Club- und Musikliebhabern wurde das Programm noch lange Zeit vermisst.

2005

6. Das Exit (Kaiser-Joseph-Straße 248) schließt im Mai wegen Umbauarbeiten. Wahrscheinlich hat jeder Freiburger, hat jede Freiburgerin, dort die ersten Knutsch- und Fummel-Erfahrungen auf der Tanzfläche gemacht, war dieser Ort doch neben "Sound" und "Keller 264" eine der wenigen Diskotheken, in denen Jugendliche unter 18 Jahren Party machen konnten. Die letzten beiden Abende Ende Mai liefen unter dem Motto "Alles mus raus". "Die beiden Austrinkabende verliefen gesittet. Die Polizei registrierte [...] lediglich vier Zwischenfälle", berichtete die Badische Zeitung.

2007

7. Die Musikbar Roots (Leopoldring 1) schließt im Juni. Lesungen, Konzerte, Musikabende fanden in der von Johannes Børresen seit Anfang 2005 geführten Musikbar statt. Seit Juli 2007 befindet sich in dem Kellergewölbe das White Rabbit.

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8. Das Glamour (Kaiser-Joseph-Straße 248) schließt. Das Glamour schließt – und wird zur Nachtschicht. Rebrand und Namensänderung, der Diskothek, die im Sommer 2005 für einen sechsstelligen Betrag saniert und im 70er-Jahre-Look eingerichtet wurde. Zwischenzeitlich fand ein Betreiberwechsel statt, die Pool GmbH, Betreibergesellschaft, und die Betriebsleiter Daniel Schnitzler und Alex Stein, haben sich zurück gezogen und den Betrieb an Fabio Mancinone und Martin Herberger übertragen.

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9. Das Margaux schließt im Oktober. Ein knappes Jahr hatte der Club in der Eisenbahnstraße 54 geöffnet. Er befand sich im Gewölbekeller des Hotel Victoria, heute die "Hemingway Smoker Lounge". Die Eröffnungsparty fand im November 2006 statt. Im Margaux legten unter anderem die Discjockeys Kato, Darren, Bertram sowie Shaddy und Agent Schwiech auf. Das Programm war an Wochenenden auf elektronische Musik zwischen House und Techno ausgelegt, unter der Woche mit Rock, Pop, Soul und Funk an eher studentisches Publikum adressiert.

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10. Der Keller264 schließt. Rund ein Dutzend Namen trug die Bar beziehungsweise Diskothek in der Kaiser-Joseph-Straße 264 bisher. Zuletzt führte sie Ansgar Jaegers, der die Konzession von Kai Darumstadt übernommen hatte, und einen Indie-Club aufziehen wollte. Hoffnungsvoll gestartet, dann in ein schwarzes Loch gerast – so könnte man die Bestehensgeschichte des Keller264 zusammenfassen. Wegen Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz – eine 13-Jährige wurde mit 2 Promille aufgefasst – und mehrere Bußgeldverfahren wurde die Diskothek immer wieder vorübergehend geschlossen. Ende Juni war endgültig Schluss, der "Pleiteclub", wie fudder.de 2006 titelte, musste den Betrieb einstellen.

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2008



11. Der F-Club schließt im Januar, im März und im Mai endgültig. Im Januar 2008 stellte die Betreibergesellschaft, vertreten durch Geschäftsführer Felix Undeutsch, Insolvenzantrag, im Mai 2008 war endgültig Schluss. Keine fünf Jahre zuvor, im November 2003, hatten Bela Gurath und Frank Böttinger, die Gründer und Geschäftsführer der Veranstaltungsgesellschaft Endless Event die Kellerräume in der Kaiser-Joseph-Straße 244 übernommen und als "F-Club" wiedereröffnet. DJ Thomilla, George Morel, Moonbootica, die Turntablerocker, Eva Padberg und Mr. Mike legten regelmäßig auf, zu den Resident-DJs zählten allen voran Robert Heart und Hike.

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12. Der Funpark im Industriegebiet Nord (Hans-Bunte-Straße 16) schließt im Januar wegen Insolvenz der Betreibergesellschaft Funpark GmbH. Diese hatte noch vor Silvester 2007 Insolvenz beantragt. Der Funpark war eine klassische Großraum-Diskothek mit mehreren Tanzflächen beziehungsweise Erlebnisbereichen auf 3000 Quadratmetern. Über vier Millionen Euro hatten die Gesellschafter Thomas Hen und Christian Helbling investiert. TV-Sternchen wie Nadja Abd El Farag, DJs wie Tomekk kamen Mitte der Nullerjahre regelmäßig in den Breisgau, Miss-Wahlen wie die Wahl zur "Miss Baden-Württemberg" im Jahr 2005 (Kimmy Hess) wurden veranstaltet. In den Jahren ihres Bestehens stand die Diskothek im Industriegebiet Nord immer wieder wegen Schlägereien und Flatrate-Trink-Partys in den Schlagzeilen.

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13. Der Liquid Club (Universitätsstraße 3) schließt im Juni. Rund sechs Jahre hatte Angelo Fattobuono in den Räumen der einstigen Parabel die Liquid Lounge (2002 bis 2005) beziehungsweise den Liquid Club (2005 bis 2008) geführt. Wo einst Rock, Pop, Funk und Soul lief, wurde zu vor allem zu elektronischer Musik getanzt. Discjockeys, die regelmäßig an den Plattenspielern standen, waren Al Kapone, Acoma, Agent Schwiech, Eazy M, Klangtherapeut, Miss Bumblebee, Oxalis, Shaddy und die Jungs des Veranstaltungskollektivs Sunshine Events um DJ Peter Flanders. Im Januar und Februar 2005, zweieinhalb Jahre nach der Eröffnung im August 2002, ließ Fattobuono den Club unter dem Namen "Stage Club" laufen. Nach einer Drogen-Razzia im Juni 2008 hatte die Stadt Freiburg Fattobuono die Konzession zur Führung eines Clubs entzogen. Heute befindet sich in den Räumlichkeiten die Tanzbar Puzzles.

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14. Der Crystal Club schließt im März. Seit Mitte 2007 hat Ayhan Mazun, betreiber des Irish Pub Dubliner’s im Kornhauskeller am Münsterplatz, einen Raum für Party- und Diskobetrieb geöffnet. Die 9.000 Euro Monatsmiete haben letztendlich dazu geführt, dass Mazun den Betrieb von Pub und Crystal Club aufgegeben hat. Heute befindet sich dort die Diskothek Schneerot.

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2009



15. Das "Z" unterm Siegesdenkmal schließt. Finanzielle Schwierigkeiten haben den Trägerverein "Z – Kultur- und Bildungszentrum", der seit Mitte 2003 das selbstverwaltete Jugend- und Bildungszentrum "Z" betrieben hat, in die Insolvenz getrieben. Obendrein hat die Stadt Freiburg ihre finanzielle Unterstützung eingestellt. Diese Entscheidung mitbefördert hatte unter anderem, dass das "Z" wegen Drogenhandels in Verruf geraten war. Die Polizei hatte bei Drogenkontrollen mehrfach Drogenhändler und -konsumenten angetroffen.

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16. Die Musikarena A5 (Hans-Bunte-Straße 16) schließt im März. "Wenn man eine Seifenoper über Freiburgs Nachtleben inszenieren wollte, dürfte der Funpark und sein kurzatmiger Nachfolger "Musikarena A5" nicht fehlen: Nach der zweitägigen, teilweisen Öffnung verkünden die Betreiber [...] die Schließung der Diskothek, schrieb BZ-Redakteur David Weigend im April 2008. So ging das bis zum Frühjahr 2009 weiter. Gründe für die Schließung? "Es lief, aber nicht so gut, wie wir uns das vorgestellt haben", sagte Giovanni Ciraci, nach Ausscheiden von Thomas Hen alleiniger Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Partyworld Europe LTD, im Februar 2009.

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17. Das Palladium im Hauptbahnhof schließt. Flavio Alborino von der Salsa Academia hatte den Club 2003 eröffnet und zuletzt gemeinsam mit Mohamed El Hadouchi geführt. Benannt nach einem Salsa-Club in New York lag der Schwerpunkt der Wochenend-Veranstaltungen auf elektronischer Tanzmusik. Veranstalter-Crews wie das Breakbeat Movement und DJ Hike mit seinen "Say Hey"-Nächten hatten im Hauptbahnhof eine Heimat, Discjockeys wie Storm, John B, Quarion und Lexx legten auf.

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18. Einst Tanzcafé Cinderella, seit 2006 unter dem Namen Cult Club als deutsch-russische Diskothek betrieben.

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2010

19. Das 18 Months schließt im Januar. Eröffnet hatte den Club auf Zeit, der ursprünglich nur von Juni 2008 bis September 2009 geöffnet sein sollte, Holger Probst. Einst auch Geschäftsführer der Gastronomie Freiburg GmbH ("F-Club") und FRB Gastronomische Betriebe Südbaden GmbH ("Maria"), führte er den Club zusammen mit Daniel Schmidt von Nitebeat Events. Die Ausrichtung war auf elektronische Musik konzentriert, Julietta, Oliver Koletzki und Remute legten dort auf, aber auch die Jungs des Sinnestäuschung-Kollektivs fanden im Keller an der Kaiser-Joseph-Straße 244 eine Heimat. Heute befindet sich in diesem Haus eine Filiale des Textilhändlers S.Oliver.

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20. Das Mon Minou schließt. "Orange M" und "Ton i.C." hießen die Diskotheken im Kellergewölbe der Grünwälderstraße 16 bis Mitte der Nullerjahre, dann kamen Christian Kopsch und Felix Undeutsch und das Mon Minou. Nach rund einem halben Jahr wollte die Verpächterin Beatrice Lorenz die Räumlichkeiten jedoch für eigene Veranstaltungen nutzen und verlängerte den Pachtvertrag nicht.

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21. Das Scores in der Nussmannstraße schließt. Achtzigerjahre-Deko und elektronische Clubmusik – das war das Konzept des Scores, im August 2007 von Eddie Reinke und Dimitri Alimow in den Räumen der ehemaligen Diskothek Sound (davor u.a.: MGM The Club, Tangente) eröffnet hatten. Rund zwei Jahre später war nicht mehr viel "Frisches im Regal", wie die zwei Betreiber ihren Club gegenüber fudder.de angepriesen hatten. Seit 2011 befindet sich an diesem Ort der Salsa- und Latin-Club Mamita, den Markus Vogel und Flavio Alborino führen.

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2012

22. Der Klub Kamikaze (Oberlinden 8) schließt zum Jahresende. Sechs Jahre, von Dezember 2006 bis Dezember 2012, haben Jan Ehret und Markus Gut in den Räumen des einstigen Le Caveau ihren Klub Kamikaze geführt, ein Ort heißer, schweißtreibender, wilder Partys. Veranstaltungsreihen wie "Pure Energy", "Knallerbsenkommando", "Käthes Ballpalast", der "Suicide Tuesday" und "Die Kleine Tanzbar", haben dazu beigetragen, dass dieser Ort im Freiburger Nachtleben eine große Fanbasis bekommen hat. Kleidertausch-Partys, Tattoo-Partys, Auftritte von Bad Taste-Trash-Formationen wie den Nackten Brüsten haben das Programm abgerundet.

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2013

23. Das Umare schließt im Sommer. Umar ist Arabisch und bedeutet so viel wie "langes Leben". Drei Jahre hat Mirza Khurram den Club Umare in den Räumen des einstigen Palladium am Hauptbahnhof betrieben, wenn man so will eine ganz okaye Zeit für einen Club. Disco-Nächte, türkische Partys und Konzerte fanden dort statt.

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25. Die Nachtschicht schließt. Seit Ende 2012 stand die Diskothek auf der Immobilienplattform Immobilienscout24 zur Verpachtung online, laut Betreiber Fabio Mancinone ein Gerücht. Ende Juni fand die letzte Party in den Räumlichkeiten an der Kaiser-Joseph-Straße 248 statt.

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2014

26. Der KGB Klub schließt im Mai. Ein Investor aus München hat die Immobilie an der Kaiser-Joseph-Straße 264 gekauft. Andreas Rentmeister hatte 2011 die KGB Bar von Vural Koca übernommen. HipHop, Breakbeats, Drum and Bass, Jungle und Elektro bestimmten den Sound der Partys, auf denen so unterschiedliche Discjockeys wie Major Lee Blunt, Darren und Uncut auflegten. Don Kanalie und Martin van Morgen, die Jungs hinter den Bassblütentherapie-Partys, richteten regelmäßig ihre Afterhour-Veranstaltungen aus und Myny, einst bekannt als Eiskaltes Händchen, lud DJ-Größen wie Daniel Bortz und Santé zu seinen "Weekends"-Partys ein. Mit der Schließung des KGB Klubs endet damit nicht nur Freiburgs übertrieben-schöne Urban Legend von der Eisbar, sondern auch das Kapitel einer Kellerbar, die unter anderem mit Scotchman Bar, Al Bundy, Pur, Punkt, Colours, MCC, Poco Loco, Players Club und Keller 264 rund ein Dutzend Namen trug.

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27. Die Jackson Pollock Bar ( Bertoldstraße 46) schließt im Juni. 17 Jahre feierten Freiburger Nachtschwärmerinnen und Nachtschwärmer in der Jackson Pollock Bar. Veranstaltungsreihen wie "Garage Traxx", "Plasticpopupclub", "Bionic Beat Club" und "Beatsalon" Mitte der Nullerjahre, später "Soundjuwelen", "Weekends" und "Ohrklang", Discjockeys wie Âme, Ingo Sänger, Daniel Bortz, Adam Port, Santé, Kim Ann Foxman, Munk und Marc DePulse haben zum guten Ruf der Jackson Pollock Bar beigetragen, die einst, von Christian Matthiesen betrieben, als "Diskursiver Salon" begonnen hatte. Grund der Schließung: Umgestaltung der Bar zum (erweiterten) Theaterfoyer mit Bar- und Veranstaltungsbetrieb.

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28. Das Dreieck schließt im August. Eine Schließung, die eigentlich keine Schließung ist. Die Betreiber, Linda Bruinenberg und Christian Rotzler, die die Lokalität von Martin Herberger und Fabio Mancinone übernommen haben, richten das Programm zusammen mit Fabrizio Bonina alias DJ Eloquence neu aus. Genre-offene elektronische Musik statt Black Music, Dance und Charts. Fortan firmiert das Dreieck unter dem Namen BalzBambii.

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2015

29. Die Passage46 (Bertoldstraße 46) schließt im September. Ein Ort, der Szenen zusammenbringt, ein "Dialogort der Kunstgenre". Das wollte die Passage46 sein. Knapp neun Monate nach Eröffnung musste der gastronomische Zweig des Bar-Club-Galerie-Hybrids in der Theaterpassage Insolvenz anmelden. Im September 2015, zwei Monate nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens, stand fest: Die Passage46 ist pleite. Hoher Anspruch, tiefer Fall. In der kurzen Zeit ihres Bestehens legten Discjockeys unter anderem Gerd Janson, Avalon Emerson, Cosmin TRG, Florian Kupfer, Mike Huckaby, Sebo K, Lena Willikens und Eli Verveine auf.

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30. Der Klangraum schließt im September. Der Klangraum war von Anfang an ein Projekt auf Zeit. Vincenzo Esposito, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Klangraum Freiburg GmbH, hatte von Anfang an nur einen Zweijahresvertrag abgeschlossen. Diesen hatte er nach Auslaufen nicht verlängert. Mit Gast-DJs vom Format eines Robin Schulz, Felix Jaehn, Sascha Braemer oder Oliver Koletzki hatte der Club im Hauptbahnhof in Freiburg das Freiburger Nachtleben mit melodie-verliebter elektronischer Tanzmusik versorgt.

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31. Das ArTik unterm Siegesdenkmal schließt zum Jahresende. Die unterirdischen Räumlichkeiten, einst eine Fußgängerunterführung, müssen der geplanten Straßenbahnlinie entlang des Friedrichrings zum Siegesdenkmal weichen. Grund: statische Probleme. Dreieinhalb Jahre fanden dort Flohmärkte, Ausstellungen, Lesungen, Tanz-Battles, Konzerte und Partys statt.

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2016

32. Der QU-Club am Fahnenberg-Platz schließt im März. Zweieinhalb Jahre nach Eröffnung stellen Thomas Rauhut und Filipos Klein den Betrieb ein. Von Anfang an fehlte den Beiden Gastronomen die Genehmigung, das QU als Club zu betreiben. Der Bebauungsplan der Stadt Freiburg verbietet Vergnügungsstätten in dem Gebäude im Quartier Unterlinden – und damit auch den Diskothekenbetrieb. Wie es in den 500 Quadratmeter großen Räumlichkeiten weiter geht, ist offen.

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33. Das BalzBambii schließt im Juni. Eigentlich hieß das BalzBambii, eröffnet im September 2014, nur noch Bambii. Doch davon einmal abgesehen: Der Club, 2014 von Christian Rotzler eröffnet, von Fabrizio Bonina geführt, hatte gerade seinen Platz behauptet in der Nische zwischen Indie-Dance, Tech House, Hard- und Darktechno sowie Goa, da mussten die Betreiber schon wieder schließen. Die Eigentümerin der Immobilie, eine Fondsgesellschaft, hatte den Pachtvertrag nicht verlängert. Und wieder einmal stehen Veranstalter wie die Bretterbude-Jungs, DJ Flowin Vibes und seine Rebel Music-Party, The Shining Events und der Jungle Club vor der Frage, an welchem Ort sie in Freiburg ihre Veranstaltungen ausrichten können.

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34. Im Ruefetto (Granatgässle 3) dürfen offiziell keine Partys mehr stattfinden. Die Stadtverwaltung hat dem Kellerclub in der Oberau eine Nutzungsuntersagung zugestellt und den Diskobetrieb verboten. Seit 1998 fanden dort in regelmäßigen Abständen Partys statt, zum Beispiel die Liebhaber-Veranstaltung "Rebeat Funk Night", die "Urban Balkan Disko", der "Ahoii Club", Anfang der Nullerjahre legten dort DJs wie Agent Schwiech, Shaddy und Jens Galler alias Bellevue (heute Buddy Belpaso) auf.

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35. Ende Dezember wird der Club Schmitz Katze schließen. Im Juli dieses Jahres hatte Geschäftsführer Gerrit Kossmann Privatinsolvenz angemeldet. Vier Jahre zuvor, im Juni 2012, hatten Jan Ehret und Markus Gut den Club an der Haslacherstraße in der ehemaligen Hörbar im Auditorium der Jazz & Rock Schulen eröffnet – als "bunter Abenteuerspielplatz für Lausbuben und freche Gören". Gregor Tresher und Marco Effe, Mathias Kaden und Monkey Maffia, Mike Huckaby, Axel Boman, Robag Wruhme, Âme, Metaboman, Victor Shan, Karotte, Alle Farben, und, und, und: In den ersten zwei Jahren seines Bestehens überzeugte der Club mit namhaften Vertretern der House- und Techno-Szene.

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