No-Gos

Diese 11 Dinge nerven besonders an der Hitzewelle

Kim Lübke, Anika Maldacker & Inanna Tribukait

Die Sonne brennt, die Luft steht. 36 Grad Celsius und mehr zeigt das Thermometer an diesem Donnerstag in Freiburg. Wen wundert es, dass das Aggressionspotential da steigt – und einiges so richtig nervt?



1. Schweiß, Schweiß und noch mehr Schweiß!

Wer kennt das nicht: Man klebt am Straßenbahnsitz fest (wo sicher auch noch Schweiß vom Vorgänger klebt), eigentlich will man sich alle zehn Minuten umziehen und am liebsten würde man gerne unter einer kalten Dusche arbeiten. Und dann ist da auch noch dieser penetrante Schweißgeruch, den man überall riecht. Hmm lecker!



2. Das verlorene Geld für den Sommerurlaub in den Süden

Im verregneten Mai hast Du noch schnell einen Sommerurlaub nach Ibiza oder Sizilien gebucht? Und jetzt hat es hierzulande plötzlich wochenlang weit über dreißig Grad. Klar, Mittelmeer ist schön, aber der Opfinger See mit allen Freunden klingt eigentlich fast genau so verlockend – vor allem weil dafür dein Konto in den schwarzen Zahlen bleibt.



3. Innenstadtgewusel in der prallen Mittagshitze

Läuft man in Spanien oder Italien in der Mittagszeit draußen herum, begegnen einem geschlossene Fensterläden und ausgestorbene Straßen. Im Gegensatz dazu ist Freiburg ein pulsierender Ort: 37 Grad, die Straßen sind voller Menschen, alle rennen von Termin zu Termin, erledigen Einkäufe und ächzen unter der Hitze. Die Mittagspause geht dafür drauf, ewig bei der Eisdiele anzustehen oder zehn Minuten im überfüllten Schwimmbad ein paar Runden zu drehen.


4. Stehende Luft und dunkle Räume

Endlich Sommer, endlich lange hell, Fenster auf und Sonnengruß? Fehlanzeige, denn bei dieser Hitze bleiben die Rollläden lieber den ganzen Tag unten, um die Sonne draußen zu halten. Auch lüften ist tagsüber ein No-Go, wenn man die Hitze draußen halten will. So kann man den Tag in der abgedunkelten Wohnung verbringen und sich vom Ventilator den Geruch des eigenen Schweiß entgegenpusten lassen, um wenigstens etwas Bewegung in die Luft zu bringen. Toll.



5. Eis, das sofort wegschmilzt

Eis auf den Händen, auf dem Shirt und auf den Schuhen. Wenn es so heiß ist, dass das Eis innerhalb weniger Sekunden schmilzt, muss man einen Zahn zulegen, um es noch schlecken zu können. Aber nicht so schlimm, wir lieben dich trotzdem Eis!



6. Unausgeruhte Nächte

Vergiss es. Du willst nicht mit Bettdecke schlafen, aber ohne auch nicht (es könnte ja ein Monster unter dem Bett sein). Keine Position macht die Hitze erträglicher und dann wären da noch die Insekten, die durch dein Schlafzimmer surren und dich wach halten. Ätzend.



7. Sonnenbrand und schmierige Haut

Es brennt, die Haut schält sich und im schlimmsten Fall, hat man auch noch ätzende Abdrücke von der Sonnenbrille im Gesicht, und sieht aus wie ein Waschbär. Und man kann sich auch schöneres vorstellen, als sich bei der Hitze noch einzucremen. Aber es hilft alles nix: Eincremen müssen wir uns trotzdem, unsere Haut wird es uns danken.



8. Klimaanlagenkrieg

Jeder, der sich bei diesen Temperaturen in einem klimatisierten Raum aufhalten darf oder muss, kann sich glücklich schätzen. Aber welche Temperatur ist die richtige? Eher kuschelige 24 Grad oder gleich richtig runterkühlen auf 20 Grad? Bei wärmeren Temperaturen schwitzen die einen, die anderen werden bei 20 Grad krank. Die Frage nach der richtigen Temperatur kann in einem Großraumbüro über Krieg und Frieden entscheiden.



9. Fahrradfahren mit Abgasen im Gesicht

Fahrradfahren in der Stadt, auf weichem Teer und zwischen aufgeheizten Straßenschluchten, wird zur heftigen Anstrengung bei dieser Hitze. Was noch mehr nervt: Wenn man hinter einem Auto herfährt und einem die Abgase ins Gesicht gepustet werden. Eine liebe Bitte an alle Autofahrer: Fahrt doch bitte nur, wenn es wirklich nötig ist, mit dem Auto durch die Stadt.



10. Gespräche über die Hitze

Über das Wetter reden ist eine fast sichere Bank. Irgendwas kann man immer sagen – aber sexy ist das oft nicht. Im Sommer 2019 über die Hitze zu sprechen, ist aber fast schon zum Politikum geworden. Entweder der Gesprächspartner sieht beim Blick auf das Thermometer das baldige Ende der Menschheit als besiegelt. Oder sie halten die Klimakrise für Panikmache und glauben nicht, dass dieser Hitzesommer ein Vorbote der Klimaerwärmung ist.



11. Überfüllte Bäder

Ja, Schwimmbäder sind für alle da. Aber was nützt es, wenn sich dort alle auf den Füßen herumtreten und man ohnehin keine Bahnen schwimmen kann, ohne von einer Leistungsschwimmerin oder einem Opa über den Haufen geschwommen zu werden?



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