Dienstag: Vortrag von CCC-Sprecherin zum Bundestrojaner

Miriam Jaeneke

Circa 52 Millionen Deutsche sind tagtäglich im Internet. Wo? Das kann der Staat mit heimlichen Online-Durchsuchungen herausfinden. Inwieweit sind die rechtens?, fragt Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs, am Dienstagabend in ihrem Vortrag.



Darf der deutsche Staat unbemerkt die Festplatten seiner Bürger durchsuchen, ihre E-Mails lesen oder ihre Aktivität im Internet ausspionieren? Die neu entbrannte Diskussion darüber ist Anlass für einen Vortrag der Informatikerin, Autorin und Sprecherin des Chaos Computer Clubs (CCC) Constanze Kurz in Freiburg. Am Dienstag, 10. Januar, 20 Uhr spricht sie im Kollegiengebäude I der Uni über "Staatstrojaner - Spionage-Software von Staats wegen", im Anschluss kann darüber diskutiert werden.


Ausreichend Diskussionsstoff dafür liefern die kürzlich veröffentlichten Untersuchungen des CCC. Danach haben sich staatliche Ermittler gezielt über die rechtlichen Vorgaben hinweggesetzt und bei Bürgern eine Software installiert, die Zehntausende von Browser-Bildschirmfotos erstellt hat. Über den Umweg eines US-Servers wurden sie dann an die deutschen staatlichen Ermittlungsbehörden gesendet.

Diese und weitere Untersuchungsergebnisse des CCC wird Constanze Kurz unter technischen und rechtlichen Gesichtspunkten beleuchten. Thematisiert wird auch die grundsätzliche Frage, wie der Schutz der Privatsphäre in Zukunft gewährleistet werden kann.

Mehr dazu:

Was: Vortrag "Staatstrojaner - Spionage-Software von Staats wegen" von Constanze Kurz / Chaos Computer Club (Reihe "Tacheles" der Humanistischen Union Baden-Würrtemberg)
Wann: Dienstag, 10. Januar 2012, 20 Uhr
Wo: Kollegiengebäude I, Raum 1015, Uni Freiburg
Eintritt: frei [Fotos: dpa]