Lambertus

Dieb bringt Wappen des Freiburger Stadtpatrons zurück

Sina Gesell

Die gestohlene Wappenkartusche der Lambertussäule vor dem Münster ist zurück. Sie wurde vor dem Pfarrbüro St. Albert an der Sundgauallee abgelegt – mit einem Entschuldigungsschreiben.

"Es war wohl ein Lausbubenstreich", sagt Münsterbaumeisterin Yvonne Faller. In dem Schreiben entschuldigt sich der Dieb. Ihm sei nicht klar gewesen, dass das Wappen so wertvoll sei; zudem sei er betrunken gewesen.


Die erst kürzlich gefertigte Kartusche hat Faller zufolge zwei "kleine Macken". "Das können wir kosmetisch reparieren." Wenn das Wappen wieder an seinen Platz am Fuße der Heiligenfigur aufgehängt wird, soll es sicherer befestigt werden. Das sei traurig: "300 Jahre lang hat es so funktioniert."

Viel Freude, aber auch Ärger

"Wir freuen uns sehr, dass das Wappen wieder da ist", sagt Faller, "trotzdem war das Ganze schon ärgerlich." Immerhin habe der Vorfall für viel Aufregung gesorgt, der Dompfarrer hatte die Polizei benachrichtigt. Und: "Unser Steinmetz war sehr geknickt", erzählt Faller. Er habe immerhin drei Monate Arbeit in das Wappen gesteckt.

Den Diebstahl der 10.000 Euro teuren Wappenkartusche hatte ein Mitarbeiter des Münsterbauvereins am Dienstag bemerkt (die BZ berichtete). Erst im Sommer vergangenen Jahres war die alte Lambertussäule abmontiert worden. Sie war so beschädigt, dass eine Restaurierung nicht mehr möglich war. Im Mai kam die 600 Kilogramm schwere Neuanfertigung an den angestammten Platz vor dem Hauptportal auf dem Münsterplatz – neben den beiden anderen Heiligenfiguren, dem Schutzpatron Alexander und der Münsterpatronin Maria.

Mehr zum Thema: