Die Wellenmacher

Lorenz Bockisch

Heute wird live gebloggt! Von der Messe Freiburg gibt!s heute regelmäßig Artikel über ein paar hier vertretene Projekte und heut nachmittag natürlich über die Sieger! Beginnen wir mit dem Stand gleich neben dem von fudder, der BZ und vom Sonntag: Wie sich Wellen im Sand bilden, die sich am Boden des Meeres oder von Flüssen schlängeln, haben Sebastian Wagner und Christian Späte (beide 18) erforscht. Mit einer beeindruckenden Apparatur und viel Glas gingen sie zu Werke und entdeckten dabei verschiedene Arten von Sandwellen, die sich auch noch unterschiedlich bewegen.


Vom Schülerforschungszentrum Phaenovum in Lörrach kommen die beiden. Sie haben einen etwa vier Meter langen Kasten aus Plexiglas mitgebracht, der mit Sand gefüllt ist (Siehe Bild oben und unten. Der Kasten ist leider mehr als formatfüllend). Durch diesen Kasten lassen sie Wasser fließen. Es plätschert gerade leise vor sich hin. So bilden sich in dem Sand Wellen. Und zwar sehr verschiedene: Sandrippel, Dünen und Antidünen. Letztere heißen so, weil sie sich gegen die Fließrichtung des Wassers bewegen, also flussaufwärts.




So sieht der naturnahe Versuchsaufbau aus. Aber weil der Sand stets verwirbelt und das Wasser dadurch trüb wird, haben Christian und Sebastian einen kleineren Versuch aufgebaut, in dem der Sand durch winzig kleine Glaskügelchen ersetzt wurde (siehe Bild unten). Der kleine Kasten ist an eine Maschine angeschlossen, die ihn in eine Hin-und-Her-Bewegung versetzen. Durch das Wasser über dem Glas-Sand bilden sich auch in diesem Wellen.



Wie diese Wellen und Rippel aussehen, hängt von vielen Parametern ab. Je schneller sich das Becken bewegt, desto größere Wellenlängen bilden sich. Und je tiefer das Wasser, desto kleiner sind die Wellenberge. Das liegt daran, dass die Bewegung hauptsächlich an der Wasseroberfläche geschieht und so weniger Kraft auf den "Grund des Gewässers" übertragen wird.

Die beiden 18-Jährigen treten in der Kategorie Geo- und Raumwissenschaften an. Sie haben Siegchancen von mindestens 50 Prozent, denn in ihrer Kategorie gibt es nur ein Konkurrenzprojekt.

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