Die Weinbar Rido schließt Ende Dezember

Gina Kutkat

Das Rido macht zu. Die Weinbar in der Gartenstraße schließt nach knapp zwei Jahren Ende Dezember. Das Konzept sei laut Geschäftsführer Achim Rau "wirtschaftlich nicht aufgegangen".

Einen Tag vor Weihnachten wird der letzte "Wineclub" in der Rido Weinbar steigen, danach ist endgültig Schluss. Das Rido, das im April 2015 als Wein- und Cafébar eröffnet hatte, macht dicht. Das haben die Gesellschafter bereits im November beschlossen und jetzt bekannt gegeben. "Das Konzept einer Weinbar ist für Freiburg wirtschaftlich nicht aufgegangen", sagt Geschäftsführer Achim Rau. Der Laden in der Gartenstraße 13 soll nun verkauft werden.


Schon seit etwa vier Wochen hat das Rido nur noch an den Wochenenden geöffnet – und so wird es auch bis Weihnachten weitergehen. Eine Art Slow-Closing, bei dem die zahlreichen Flaschenweine billiger über den Tisch gehen sollen. Der Rido Wineclub – regelmäßige DJ-Abende am Freitag – wird noch vier Mal stattfinden: Die DJs Thorsten Leucht, Martin Stirnband, Ralf Thieme und Knigge werden die letzten beiden Wochenenden bestreiten.

Aktuell befinde man sich im Verkaufsprozess, so Rau, ein Nachfolger für die Räumlichkeiten sei noch nicht gefunden.

Rido folgte auf Kölner Botschaft

"Hätte es sich gelohnt, hätten wir auch weitergemacht", sagt der 44-Jährige Rau. Das Rido hatte vor zwei Jahren in der Gartenstraße 13 eröffnet, nachdem die Räumlichkeiten über ein Jahr leerstanden. Zuvor hatte dort Thomas Schweizer die "Kölner Botschaft" betrieben, war aber nach drei Jahren voller Streit mit Anwohnern wegen Lärmbelästigungen in die Wentzingerstraße im Stühlinger gezogen. Ein paar Monate lang hatten Rau und sein Team die Räumlichkeiten danach renoviert und am 18. April 2015 die Türen geöffnet.

Rückblick

Das Rido war anfangs Wein- und Cafébar: In den ersten Monaten gab es tagsüber Kaffee und kleine Speisen, abends lag der Schwerpunkt dann auf Weinen. Mehr als 90 davon standen im Weinbuch des Rido, 19 davon im offenen Ausschank.

Später hatte man das Konzept angepasst und sich immer mehr auf die Weinkarte konzentriert: Das Speisenangebot wurde verkleinert, Weinshop und Weinlager etabliert. Regelmäßig fanden im Rido auch Winzerfeste, Fotoausstellungen und DJ-Abende statt.

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