"Die Unmöglichen" im Hörspielpark

Kristina Mühlenbach

Mit der Frage nach dem dominierenden Kinderwunsch vieler Paare beschäftigt sich das Hörspiel "Die Unmöglichen", das nächste Woche in der Kammerbühne des Theaters zur Wiedergabe kommt. Anwesend sind auch die Autoren Paul Plamper und Julian Kamphausen, denen man anschließend Fragen stellen kann.



Erinnern wir uns an das Fernsehduell zwischen Gerhard Schröder und Angela Merkel, 2005, vor der Großen Koalition. Erinnern wir uns daran, wie Doris Schröder-Köpf im Vorfeld sagte, Frau Merkel sei als Kanzlerin nicht geeignet. Da sie keine Kinder habe, könne sie sich auch nicht in andere Frauen einfühlen, zumindest nicht in die mütterlichen, liebenden und echten Frauen.


Wir lernten: Wer keine Kinder hat, ist irgendwie defizitär und kann nicht ganz so sozial sein, wie es stolze Eltern quasi a priori sind. So ist es kein Wunder, dass es häufig heißt, das Letzte, was einem glücklichen Paar zur Vollkommenheit fehle, seien glückliche Kinder.

Mit der Frage nach dem alles überschattenden Kinderwunsch vieler Paare beschäftigt sich auch das Hörspiel Die Unmöglichen von Paul Plamper und Julian Kamphausen: Ein junges Paar ist nach England gefahren, um dort eine künstliche Befruchtung vornehmen zu lassen. Von drei entstandenen Embryonen soll nur einer eingepflanzt werden.

Während sie auf den Gencheck warten, beginnen die ungeborenen Leben mit ihnen zu sprechen, sie erzählen von ihrer potentiellen Zukunft, den Möglichkeiten, die in ihnen stecken und vielleicht gleich begraben werden.

Nie war der Raum zwischen Geburt und Tod so eng. Was macht die möglichen Individuen aus? Der genetische Bauplan? Das noch nicht geführte Leben? Und was ist Glück?

Die Autoren werden bei der Wiedergabe ihres Hörspiels anwesend sein und sich bei der anschließenden Diskussion beteiligen.

Mehr dazu:

Was: "Die Unmöglichen" im Hörspielpark
Wann: Donnerstag, 10. Juli, 20.30 Uhr
Wo: Kammerbühne, Theater Freiburg