Die UB in der Silvesternacht: Büffeln statt Böllern

fudder-Redaktion

Warum hat die UB eigentlich auch zu Silvester 24 Stunden lang offen? Weil natürlich auch da einige Unverdrossene strebern wollen. Und das sieht dann folgendermaßen aus:



Eine Viertelstunde vor Mitternacht kommt – samt Bücherstapel – ein junger Mann in die UB 1, fit, vergnügt, wach. Überm Vorplatz der einstigen Stadthalle böllert’s schon vereinzelt, allenthalben ist Feierlaune. Aber: mit dem jungen Mann, der just vor der Jahreswende in die UB stürmt, sind es mitten in der Silvesternacht sechs junge Menschen, die hinter der hohen Glasfront anderes im Sinn haben als Fest und Feuerwerk. Hier wird tatsächlich von einer Handvoll Unverdrossener gelernt. Derweil sorgen zwei Wachleute für die Sicherheit von Büchern und Besuchern.


Mohannad Asaf und Nur Shems sitzen in der Caféteria über einem ganzen Stapel von eigenen und ausgeliehenen Werken über Anatomie. Am 7. Januar steht für die beiden Medizinstudierenden eine große Klausur an, für die Silvesternacht haben sie den Verlauf der Nervenbahnen in Arm und Hand auf dem Programm. "Heute ist es so leer, dass wir uns hier unten ausbreiten und gemeinsam lernen können, ohne jemanden zu stören", erklärt Nur Shems, "und bei mir im Wohnheim wäre es heute Abend ganz einfach viel zu laut, um sich zu konzentrieren."

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[Foto: Rita Eggstein]