Theater Freiburg

Die Tanzperformance "Accusations" lässt jeden Zuschauer selbst reflektieren

Gina Kutkat

Am Freitag feiert am Theater Freiburg das Stück "Accusations" Premiere. Die Choreographen ließen sich von Peter Handkes Sprechstück "Selbstbezichtigung" inspirieren.

1965 schrieb Peter Handke das Sprechstück "Selbstbezichtigung". Auch 40 Jahre später sind die Gedanken, die er darin offenbart, noch aktuell. Hat man den richtigen Lebensweg eingeschlagen? Hätte man beim letzten Gespräch nicht vielleicht doch noch das eine oder andere sagen sollen? Diese Fragen werden in der Choreographie "Accusations" (auf Deutsch Anklage) aufgenommen.


Die niederländisch-flämische Choreographin Ann Van den Broek und der Lyriker und Performer Gregory Frateur haben sich von Handkes Text inspirieren lassen und ihr eigenes Konglomerat aus Geständnissen, Anschuldigungen und Bedauern geschrieben. Diese werden von den Tänzerinnen und Tänzern auf die Bühne gebracht. So entsteht eine Installation, die stets in Bewegung ist und von Bild, Film, Sound und Sprache dominiert wird.

Ann Van den Broek nennt menschliche Verhaltensmuster, den Geisteszustand und Impressionen als ihre Inspirationsquelle. Mit "Accusations" bringt sie ein Stück auf die Bühne, das sich nicht klar als Tanztheater definieren lässt – es ist Tanz, Theater, Konzert und Performance zugleich.


  • Was: Accusations
  • Wann: Freitag, 7. Dezember und Samstag, 8. Dezember, jeweils 20 Uhr
  • Wo: Theater Freiburg, Kleines Haus
  • Eintritt: 23 Euro, 19 Euro ermäßigt