Soziale Medien

Die Stadt Freiburg ist jetzt auch auf Facebook

Fabian Vögtle

Die Freiburger Stadtverwaltung will Bürgerinnen und Bürger jetzt auch auf Facebook über politische Entscheidungen informieren. Auf Twitter und Youtube ist die Stadt schon länger aktiv.

Der Blick schweift über das runde Solardach des Neuen Rathauses zur Stühlinger Kirche. Im Hintergrund ist der Schauinsland zu sehen. Diese Szenerie ist seit Montag das prägende Titelbild der neuen Facebook-Seite der Stadt Freiburg. Mit einem eigenen Account beim Sozialen Netzwerk will die Stadtverwaltung dort laufend aktuelle Informationen veröffentlichen und auf Veranstaltungen hinweisen.


"Wir möchten da vor allem seriöse Nachrichten und politische Inhalte transportieren." Stefanie Werntgen, Sprecherin von OB Salomon
Ziel sei, mit Hilfe des Kommunikationskanals die Vielfalt städtischer Themen breiter zu streuen und Menschen zu erreichen, die sich hauptsächlich über soziale Netzwerke informieren, heißt es in einer Pressemitteilung.

Außerdem wolle man das politische Handeln transparenter und offener machen. "Wir möchten da vor allem seriöse Nachrichten und politische Inhalte transportieren", sagte OB-Specherin Stefanie Werntgen auf BZ-Nachfrage. "Super, dass es damit jetzt klappt. Das hat ja eine Weile gedauert", freute sich auch CDU-Stadträtin Carolin Jenkner in einer ersten Reaktion.

Die Stadt hat über Facebook nun die Möglichkeit, an prominenter Stelle Werbung in eigener Sache zu machen – ungefiltert, ohne journalistische und kritische Einordnung. Gerade um bei der jüngeren Generation ein Interesse für kommunalpolitische Themen zu entfachen, sei es unabdingbar in sozialen Netzwerken präsent zu sein. "Ich bin schon sehr gespannt, welche Infos da künftig gepostet werden", sagte Jenkner, die anhand einer gemeinsamen Anfrage mit SPD-Stadträtin Julia Söhne vergangenes Jahr trotz aller Kritik an dem sozialen Netzwerk auf die Bedeutung eines städtischen Facebook-Auftritts aufmerksam machte.

Neuer Weg für Bürger, mit der Stadt zu Kommunizieren

Um diesen kümmert sich die Online-Redaktion im von Werntgen geleiteten Büro für Kommunikation. Die Mitarbeiter, die dort bisher für alle städtischen Online-Auftritte wie den Twitter-Account @freiburg und den Youtube-Kanal Stadt Freiburg verantwortlich sind, bekommen nun weitere Unterstützung. Werntgen bestätigte, dass in der Online-Redaktion des Rathauses vorübergehend eine Stelle geschaffen werden konnte. "Wir wollen das schon gründlich machen und den Kanal nicht einfach nur nebenher bedienen", sagte Stefanie Werntgen. Mit der eigenen Facebook-Seite wolle man nun Nutzern vor allem auch die Möglichkeit geben, sich mit Fragen und Anregungen direkt und ohne Umwege an die Stadtverwaltung zu wenden.

Um niemanden auszuschließen, der nicht bei Facebook angemeldet sei, würden alle Nachrichten, die dort veröffentlicht werden, gleichzeitig auch auf der offiziellen Internetseite der Stadt kommentierbar sein. "Toll, dass jetzt endlich alle rechtlichen Bedenken ausgeräumt sind und künftig auch ein barrierefreier Zugang möglich ist", sagte Carolin Jenkner.
Einen Überblick über alle städtischen Social-Media-Aktivitäten von Facebook über Twitter bis zu Youtube gibt es auf