Die Shirt-Show: Zeig dein Hemd!

Adrian Hoffmann

Was drucken Freiburger auf ihre T-Shirts? Um das herauszufinden, werden wir ab jetzt regelmäßig jede zweite Woche eine Stunde lang in Freiburgs ShirtShop in der Kaiser-Josephs-Straße stehen und so ziemlich jeden fotografieren und interviewen, der dort ein T-Shirt bedrucken lassen will. Ich habe damit angefangen. Was dabei herausgekommen ist, seht ihr hier:



Karin Rehberger und Patrick Huber:



Die Basketballerinnen des U-16-Teams des USC Freiburg haben am Sonntag ein Turnier, bei dem es um die Bezirksmeisterschaft geht. "Damit wir dort als Einheit auftreten, machen wir diese Shirts", sagt Trainer Patrick. Er selbst ist eine Extrawurst und bestellt sich im Shirtshop ein Polohemd - die Mädels werden alle ganz normale Shirts tragen. Spielerin Karin ist heute mit dabei, damit Patrick nichts mit ins Training bringt, was dann keinem der Mädels gefällt.


Sylvia Wangler:



Für einen ihrer Arbeitskollegen braucht Sylvia dringend ein Geschenk. In ihrem Kollegium wird mittels Zettel ziehen bestimmt, wer wem was zu schenken hat. Da sie für diesen einen Kollegen keine wahnsinnsoriginelle Idee hatte, wollte sie ihn wenigstens ärgern und schenkt ihm deshalb am 4. April ein T-Shirt: Ich bin über 40 - Bitte helft mir über die Straße. Der Beschenkte wird genau 40. Das muss hart sein. Unser Beileid hier an dieser Stelle.

Thorsten Sillmann (rechts) und Pascal Spöri:



Einer ihrer Kumpel hat Geburtstag. Da dachten sie sich: Kriegt er doch einfach ein T-Shirt mit der Aufschrift: Vor 4 kein Bier. Allerdings sind auf der Uhr, die sie noch mit aufs Shirt drucken lassen, nur Vieren zu sehen. Dabei trinke ihr Kumpel gar nicht so viel, sagt Thorsten. Egal, ein Gag sei es trotzdem. "Vielleicht zieht er das T-Shirt ja mal im Urlaub an."

Nicole (links) und Claudia:



Die beiden Freundinnen haben viele Freundinnen, und für alle zusammen haben sie ein Gruppenfoto von sich auf T-Shirts drucken lassen. Das Foto haben sie schon im letzten Sommer aufgenommen, jetziger Anlass ist aber, dass eine der Freundinnen für ein halbes Jahr nach Dubai geht: Damit jede der Frauen an die anderen denkt, haben sie diese Erinnerungsstücke in Auftrag gegeben. Ihre hübschen Shirts für den Druck haben sie vorher in einem Modehaus rausgesucht...

Manfred Zahn:



Der Grafiker aus Freiburg schenkt seiner Mutter zum 80. Geburtstag ein knalliges Shirt. "Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass sie es nie tragen wird", sagt er, schon allein, weil das Gelb so grell ist - aber vielleicht wird es für ein kurzes Auflachen bei der Geburtstagsparty sorgen. Das Hauptgeschenk ist ja ein längeres Gedicht, das Manfred für seine Mutter Charlotte geschrieben hat, dazu kommen noch viele, viele kleine Geschenke.

Margit Hetzel:



Sie schenkt ihrem sechsjährigen Sohn Max ein Italien-T-Shirt, weil sie am Wochenende gemeinsam nach Neapel fahren wollen. Und da er sich nach dem Deutschland-Italien-Spiel das Trikot von Toni, einem italienischen Fußballstar wünscht, will sie ihn überraschen. Irgendwie versteht man es ja: Wie soll der Junge auch Deutschland-Fan werden, bei so einem Gekicke.

Frank Schätzle:



Der Elektromeister will kein bedrucktes T-Shirt, sondern eine Tasse. Petra, die Diplomatische, das steht drauf. Die Tasse ist für eine Freundin, die in der Vergangenheit gegenüber ihren Freunden gerne mal aufbrausend reagiert hat. Franz hat es geschafft, sie davon zu überzeugen, dass sie manchmal überreagiert. Als kleinen Spaß will er ihr deshalb dieses Geschenk machen.

Das Team:



Diese vier sind Dauerdrucker. Von links: Tine Wendeler, Diana Lowe, Kristina Mühlbach, Robert Winkemeier. Manchmal, erzählen sie, gibt es auch absonderliche Druckwünsche ihrer Kunden. Neulich zum Beispiel hat eine junge Mutter ihrer dreijährigen Tochter einen Playboyhasen auf das T-Shirt drucken lassen... Was will man dazu noch sagen?

Übrigens: Ganz klar am besten geht im alternativ angehauchten Freiburg ein schon etwas angestaubtes T-Shirt-Motiv: Che Guevara.