Die Shirt-Show (Teil 7)

Matthias Knoppik

Was drucken Freiburger auf ihre T-Shirts? Um das herauszufinden, sind wir jede zweite Woche eine Stunde lang in einem Freiburger T-Shirt-Shop und interviewen so ziemlich jeden, der dort ein T-Shirt bedrucken lassen will.

Manuela Ohnemus (31):



Manuela hat sich zusammen mit ihrer Belegschaft etwas Besonderes zur WM einfallen lassen: jede Bedienung beziehungsweise Mitarbeiterin erhält ein T-Shirt oder Top mit einer ausgewählten Nationalflagge der WM-Teilnehmer. Es sind aber auch Teams dabei, die nicht in Deutschland an den Start gehen - als Gag sozusagen. Sie arbeitet im "Gustav" in Herbolzheim. Die 31-jährige Kellnerin ist zwar kein eingefleischter Fußball-Fan, aber während der WM und der Europameisterschaft zeigt sie absolutes Interesse und wird natürlich - wie auf dem T-Shirt zu sehen - den "Klinsmännern" die Daumen drücken.


Stefan Jansen (31):



Stefan ist nicht zum ersten Mal hier, er hat schon öfters T-Shirts drucken lassen. Diesesmal will er sich als Fan einer englischen Band outen: Ladytron. Uns ist der Name nicht geläufig, Stefan meinte auch, "in Freiburg kennen die nicht viele". Für Neugierige: Ladytron ist im "Elektro-Pop" angesiedelt. Der promovierte Physiker aus Freiburg wollte ein T-Shirt haben, was nicht jeder hat - das ist ihm bestimmt gelungen.

Sebastian Schmidt (15):



Sebastians Mutter feiert morgen ihren 44. Geburtstag. Da er seine Mutter schon einmal mit einem Phil Collins T-Shirt glücklich machen konnte, soll das auch diesesmal funktionieren, nur eben mit Robbie Williams als Motiv. Parfum oder Bodylotion sind auf Dauer langweilig und wenig abwechslungsreich, da hat der Neuntklässler der Staudinger Gesamtschule völlig recht und schenkt seiner Mutter deshalb lieber ein einmaliges T-Shirt.

Stefanie Friesse (19):



Die Schülerin aus Bad Krozingen möchte ihren Verwandten zum Geburtstag überraschen, der wohl ungern 30 wird. Auf dem T-Shirt ist folgender Spruch aufgedruckt: "Bin nicht 30. Ich bin 18 - mit 12 Jahren Erfahrung". Das Shirt sagt einiges aus, ihren Nebenjob wollte uns Stefanie allerdings nicht verraten. "Der bleibt geheim", betonte die Zwölftklässlerin.

Jochen Papke (56):



Auch Jochen ließ sich vom WM-Hype inspirieren und reicht seinem Handball-Kollegen ein Trikot der Nationalmannschaft mit dessen Spitznamen "Brügge"(von Brüggemann) zum 50. Geburtstag nach. Selbst hat der Bankkaufmann aus Freiburg früher beim FFC aktiv Handball gespielt, mittlerweile heißt der Verein HSG Freiburg. Als Handballer kann man auch Fußballfan sein, Jochen ist das beste Beispiel dafür. Er selbst wird natürlich unsere Nationalmannschaft anfeuern, vielleicht zusammen mit "Brügge", der schon mal das passende Trikot hat.