Die Rückkehr der gestohlenen Rieseneistüte

Frank Zimmermann

Vor einer Freiburger Eisdiele war im Sommer eine fast zwei Meter große Plastikeiswaffel gestohlen worden. Jetzt hat der Besitzer sie wieder: Ein Mann lieferte die Rieseneistüte bei der Eisdiele ab. Er habe sie angeblich auf einer Baustelle bei Colmar gefunden.



Was für eine Unverschämtheit! Mitten im Sommer – in der Hochsaison des Eisschleckens – hatten Unbekannte die 1,89 Meter große Rieseneistüte aus Kunststoff vor "Eis-Nart" in Zähringen geklaut. Mehr als 1000 Euro hatte die Kunststoffwaffel die Eiscafé-Besitzer Antonio und Aneta Nart vor mehr als 20 Jahren gekostet.


Über die Jahre hatten sie die Rieseneistüte vor ihrem Eiscafé an der Ecke Zähringer-/Alban-Stolz-Straße ebenso ins Herz geschlossen wie ihre Kunden – sie wurde zum Wahrzeichen ihrer Eisdiele. Nach dem Diebstahl hatte Antonio Nart gehofft, dass jemand das etwas sperrige Speiseeis zurückbringt. Doch es blieb den Sommer über verschwunden.

Ein Mann brachte die Rieseneiswaffel zurück

Nun, da der Herbst gekommen ist, ist es plötzlich wieder aufgetaucht. Ein Mann brachte die Rieseneiswaffel vor einigen Tagen im Eiscafé vorbei. Er habe erzählt, dass er sie auf einer Baustelle bei Colmar gefunden habe. Bauarbeiter hätten ihm von dem unverfrorenen Diebstahl in Freiburg, der am 9. Juli in der Badischen Zeitung vermeldet worden war, berichtet.

So habe er das Rieseneis in sein Auto gepackt – und nun bei den Narts abgegeben. Gerne würde sich Anetta Nart bei dem Unbekannten bedanken, mindestens mit einem Gratis-Eisbecher. Aber sie weiß nicht, wie der Überbringer überhaupt heißt, denn leider war er schnell wieder weg, als im Café gerade viel los war.So weiß sie auch nicht, ob die Geschichte des Mannes stimmt oder ob er nun, da der Sommer endgültig vorbei ist, einfach keine Verwendung mehr für das auffällige Eishörnchen hatte.

Was sie aber weiß, ist: "Die Eistüte ist hundertprozentig unsere." Bis auf ein paar Kratzer ist sie unversehrt, und so wird sie künftig wieder das Wahrzeichen vor dem Eiscafé der Narts sein. Benissimo!

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[Foto: Michael Bamberger]