Nahverkehr

Die Regiokarte wird ab August zwei Euro teurer

Sina Schuler

Die übertragbare Regiokarte wird 62 Euro kosten – zwei Euro mehr als bisher. Auch andere Zeitkarten und Einzelfahrscheine werden angepasst. Für die Nutzer des Sozialtickets ändert sich nichts.

Der Regioverkehrsverbund Freiburg (RVF) nennt in einer Pressemitteilung als Gründe die deutlichen Kostensteigerungen, die bei den Verkehrsunternehmen anfielen. Größter Kostentreiber sind laut RVF-Geschäftsführerin Dorothee Koch die Personalkosten; auch Energie- und Fahrzeugkosten stiegen. Die Inflationsrate für den öffentlichen Nahverkehr hätte laut RVF eine Anpassung der Tarife um 2,71 Prozent zugelassen – mehr als im vergangenen Jahr, als der Preis für die übertragbare Regiokarte um 2,50 Euro angehoben wurde. "Wir bleiben deutlich unter der Marke", sagt Koch. Der RVF habe sich auch wegen des Schienenersatzverkehrs auf der Strecke der Höllentalbahn sowie der Breisacher Bahn und der damit verbundenen vorübergehenden Qualitätsverschlechterung zu einer "moderaten Erhöhung" entschlossen.


Eigenleistung fürs Sozialticket bleibt gleich

Außerdem wird der Preis der persönlichen, nicht übertragbaren Regiokarte ebenfalls um 2 Euro auf 57 Euro erhöht. Zwar wird auch das Sozialticket teurer, allerdings steigt dadurch nur der städtische Zuschuss um 2 Euro auf 23 Euro. Der Eigenanteil für Transferempfänger bleibt bei 34 Euro, das hatte der Gemeinderat schon im vergangenen Jahr beschlossen. Die Jahreskarte kostet künftig 620 Euro, pro Monat also 51,67 Euro. 50 Cent teuerer wird die Monatskarte für Schüler. Diese zahlen ab 1. August 42,50 Euro, im Abo 36,10 Euro. Unverändert kostet das Semesterticket 94 Euro pro Halbjahr.

Neben den Zeitkarten werden auch die Einzelfahrscheine teurer. Für Erwachsene erhöht sich der Preis um 10 Cent auf 2,40 Euro; die Tageskarte "Regio 24" steigt um 30 Cent auf 6,70 Euro, als Netzkarte um 60 Cent auf 13,40 Euro. Die "Regio 24" fünf Personen wird ebenfalls 60 Cent teurer und kostet ab August 13,40 Euro, im Netz 26,80 Euro (vorher 25,60 Euro).

Kritik an der Tariferhöhung kommt von Michael Moos. Der UL-Stadtrat fordert eine separate Regiokarte City, die ausschließlich für Freiburg gilt. "Das ist überfällig", schreibt Moos auf Facebook.

Das Kurzstreckenticket kommt

Ab August gibt es zudem das lang geforderte Kurzstreckenticket. Für 1,50 Euro kann man im Verbundgebiet – in Freiburg, den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen – drei Stationen mit Bus oder Bahn fahren. "Ohne die Bezuschussung aus öffentlicher Hand wäre das nicht möglich", so Koch. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf rund 650 000 Euro, die durch Zuschüsse gedeckt werden müssen. Die Stadt Freiburg soll davon 90 Prozent tragen.

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