Die lieben Uromas

Manuela Müller

Wenn man Omas zu Uromas macht, schafft man es, deren Augen zum Glänzen zu bringen. Unsere Autorin Manuela Winkler schreibt heute von ganz persönlichen Erlebnissen bei einem Besuch ihrer Familie in Bayern.Besuch in Bayern:"Hi Oma, bist du fit zur Zeit?"In tiefstem Bayerisch: "Ja, mir gäht's ganz guad.""Jetzt wirst du dann Uroma."In tiefstem Bayerisch: "Ja, wia des?" (Übersetzung: Wie das?)"Ja, wie funktioniert das denn, wenn die Oma Uroma wird?"In tiefstem Bayerisch: "Habt's woos zambrocht?" (Übersetzung: Habt ihr etwas zusammengebracht?)"Ja, schaut ganz so aus."In tiefstem Bayerisch: "Mei, des gibt's ja ned, jetzt werd i no Uroma!"Telefonat mit der zukünftigen Uroma 2 in Bayern:"Hallo Oma, wie geht es dir? Hast du schon das von meiner Schwester gehört?"In tiefstem Bayerisch: "Mei, i hob dacht mi drifft da Schloog, jetzt werd i dies Johr glei Doppeluri!" (Übersetzung: Ich dachte, mich trifft der Schlag, jetzt werde ich in diesem Jahr sogar zwei Mal Uroma!)Post von der zukünftigen Uroma 3:Ein Paket mit drei modischen Stramplern aus Nicki, drei Bodys - zum Teil mit langen Armen, einem winzigen Baumwollmützchen, einem T-Shirt und sechs Lätzchen mit dem minimalistischen Kommentar "Weil ich mich so freue".