Die IG Subkultur bringt am Samstag Clubmusik und visuelle Kunst ins E-Werk

Bernhard Amelung

Disco, Techno, bildende und visuelle Kunst: Am Samstag veranstaltet die IG Subkultur ein großes Fest im E-Werk. Wer früher kommt, hat mehr von der Party. Eh klar. Warum das an diesem Wochenende gleich doppelt gilt.

Werkschau – das klingt zunächst sehr museal. Nach ehrfürchtig leisem Flüstern, das durch weite, hohe Hallen zieht. Hoch sind die Hallen im E-Werk an der Eschholzstraße durchaus, in denen die Interessengemeinschaft Subkultur (IG Subkultur) am Samstag ihre Werkschau organisiert. Doch ein Blick auf das Programm dieser Veranstaltung zeigt, was man verpasst, wenn man das Wort Werkschau nur im Museumskontext, genauso aber auch das Wort Nachtleben nur als Party denkt.


Da ist zum einen die gebürtige Freiburgerin und Wahlberlinerin Savana Bonfig. Die Grafikerin und Kommunikationsdesignerin arbeitet an akustischen und visuellen Schnittstellen. Sie erforscht die Beziehung von visueller Wahrnehmung und Hörwahrnehmung, Stichwort Synchrese.



Jakob Klub, bekannt auch unter seinem DJ-Alias Freemerge und Teil der Mighty Pressure Crew, wird Bilder ausstellen, die er mit Bleistift, Aquarell und Kugelschreiber malt.

Durch die Klangwelten von Noise und Ambient führen Grodock, eigentlich David Leutkart, Aaron Karnov und Knut Holtsträter. Für seine Musik arbeitet er schon mal mit Gegenständen, die er findet, so zum Beispiel Baumaterial in Rohbauten. Die Geräusche, das er mit diesen produziert, nimmt er auf und verarbeitet oder verfremdet sie mit Synthesizern.



Karnov, der auch als Sirko Drive auftritt, setzt mit seiner Musik nahtlos daran an. Sie baut auf Tönen zwischen den Noten und dem Rauschen dazwischen auf, wie er selbst auf Facebook schreibt. Mit Holtsträter, sonst tätig am Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Universität Freiburg, verbindet Grodock und Karnov das Label Grubenwehr, auf dem die drei Noise- und Experimental-Musiker veröffentlichen.



An der Abendkasse gibt’s auch Karten für die Irrlicht-Party

Eingängigere Klänge, weil aufbauend auf vorbekannten Melodie- und Rhythmusstrukturen, kommen von den Discjockeys, die bei der Werkschau der IG Subkultur auflegen werden. Michael Ellis und das Duo Drama Club legen House und Disco auf. Don Kanalie, Teil des Bassblütentherapie-Kollektivs, Synetic und Luedenscheidt von der Bretterbude bringen Techno auf die Plattenteller.



Gemeinsame Sache machen die Werkschau-Veranstalter an diesem Samstag mit den Veranstaltern von Irrlicht-Konzepte, die eine Party im Freizeichen ausrichten. Oder umgekehrt. Beide Veranstalter haben sich vorgenommen, das Nachtleben an diesem Wochenende zusammen zu denken. An der Abendkasse im E-Werk wird es Kombitickets für beide Partys geben – für die Werkschau der IG Subkultur und die Stöcklewald-Festival Soli-Party der Irrlichter. Die Kombitickets gibt es nur bis Mitternacht. Wer früher kommt, hat mehr von beiden Partys.
  • Was: Werkschau IG Subkultur & Ein Hase fängt im Stöcklewald-Festival-Soli-Party
  • Wann: Samstag, 2. März 2019, 22 Uhr
  • Wo: E-Werk & Freizeichen

Mehr zum Thema: