Die große Grippe von 1918

Markus Hofmann

Spannender Fachvortrag der Uni Freiburg. Der spanischen Grippe von 1918 fielen weltweit bis zu 50 Millionen Menschen zum Opfer - mehr Menschen als dem ersten Weltkrieg, mehr Menschen als der Pest im Mittelalter. Seinen Ausgang nahm dieses Supervirus von einem Erreger, der dem heutigen Vogelgrippevirus verwandt ist. Adolfo Garcia-Sastre (New York) ist einer der führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Virologie. Er hat den spanischen Grippevirus "wieder entdeckt" und wird in Freiburg über dessen Funktionsweise referieren.

Weitere Infos zu dem Vortrag gibt es auf der Homepage der Uni Freiburg.


Was: "Killer aus der Vergangenheit - das Supervirus von 1918". Vortrag von Adolfo Garcia-Sastre (Foto rechts)
Wann: Mittwoch, 1.3.2006, 17.15 Uhr
Wo: Hörsaal der Medizinischen Mikrobiologie und Hygiene, Haus C EG, (Hermann-Herder-Str. 11)

Ein Lesetipp für diejenigen, die sich näher mit dem Thema beschäftigen wollen:

Die Geschichte der spanischen Grippe beginnt in Haskell County, Kansas, einem heute verfallenen Wild-West-Städtchen. Farmer leben dort in engem Kontakt mit Hunden, Hühnern, Schweinen, Pferden. Hier soll nach Auffassung von Medizinhistorikern Anfang 1918 das neue Virus entstanden sein.

Erzählt wird diese Geschichte in John M. Barrys Buch The Great Influenza. Die Berliner Zeitung hat das Buch vergangene Woche in einem fesselnden Beitragvorgestellt. Die deutsche Übersetzung des Werks soll bald auf den Markt kommen.