Die Fuck-Up-Nights in Freiburg gehen in die dritte Runde

Lisa Petrich

Ende Februar findet die dritte Fuck-Up-Night in Freiburg statt. Im Kreativpark Lokhalle erzählen vier Speaker und Künstler wieder mit Witz und Charme ihre Geschichten vom Scheitern in der Unternehmens- und Start-Up-Branche.

Dieses Mal findet die Freiburger Fuck-Up-Night im Kreativpark Lokhalle statt. Umgeben von Start-Ups und hipper Architektur findet sie dieses Mal an einem ganz besonderen Ort statt. Am Donnerstag, 21. Februar, dürfen die Besucher mit mitreißenden Stories rechnen, denn wieder einmal steht das Tabu-Thema "Scheitern" im Vordergrund. Die vier Speaker sprechen knallhart und ehrlich über die Realität und lassen die Zuhörer an ihren persönlichen Leidensgeschichten teilhaben. Veranstalter ist der 23-jährige Student Moritz Ness.


Die Speaker

Yannik Prell
Big Money im Vertrieb? Wo es bei Anderen mit 25 Jahren Klick macht, hat es bei Yannik schon mit 16 ordentlich geknallt. Er fängt an, einen Vertrieb aufzubauen, um sich sein täglich Brot zu verdienen. Das klappt alles soweit. Wenn jemand allerdings mit 18 Jahren 35-prozentiger Anteilseigner und stellvertretender Geschäftsführer einer Agentur wird, sollte man merken, dass das kein normaler Typ ist. Seine Agentur in der Schweiz arbeitet mit großen internationalen Unternehmen und boomt. Hinzu kommt der Wille und die Gier nach mehr – verständlich. Nachdem ein großer Auftrag – der bereits ins Geschäftsjahr eingerechnet wurde – ausfällt, macht es wieder Boom. Doch diesmal in die andere Richtung… Wie es nach diesem persönlichen "Urknall" weiter ging und wie es überhaupt dazu kam, wird Yannik auf der Fuck-Up-Night mitteilen.

Bülent Ay
"Akzeptiere das Unvermeidliche" – das ist das Motto von Bülent. Er ist ein unglaublich vielseitiger Mensch: Er singt, schreibt Liebes-Songs, ist als Info-Entertainer unterwegs und als Kreativ-Experte für’s Umsetzen bekannt. So viele Dinge im Leben erfolgreich gemeistert zu bekommen, war nicht immer selbstverständlich. Er hat viele Projekte und den Ehrgeiz, seine Ziele mit viel Kreativität und Humor zu erreichen. Doch manchmal macht das Leben einen Strich durch die Rechnung. Ob als Künstler oder Unternehmer, der singende Entrepreneur hat schon vieles erlebt. Da nie jemand eingeladen wird, dem immer alles gelingt (Mythos!), wird Bülent von seinen Zeiten, die nicht so planmäßig verliefen, erzählen. Freut euch auf drei spannende Geschichten in einem Vortrag.

Einfach So (Cäcilia Bosch und Ansgar Hufnagel)
Ansgar Hufnagel und Cäcilia Bosch haben in Freiburg mittlerweile einen Namen: "Einfach so". Das Künstlerduo tritt in diversen Lokalitäten im süddeutschen Raum und der Schweiz auf und hat mittlerweile ihr erstes Buch "Einfach so auf Sichtreisen" veröffentlicht. Der Aufstieg scheint stetig, doch so kann es auf der Fuck-Up-Night nicht sein. Ansgar erzählt: "Lange Zeit habe ich mich wie im falschen Film gefühlt. Ich war der festen Überzeugung, dass ich ein ziemlich guter Poetry-Slammer bin, aber irgendwie habe ich von 250 Teilnahmen an Slams nur 10 gewonnen…" Er versteht die Welt nicht mehr. "Eigentlich sollte ich durchs Land ziehen und deutlich erfolgreicher sein…" Irgendwas lief da falsch. Doch mit Cäcilia an seiner Seite geht es wieder bergauf. Freut euch auf eine künstlerische Darbietung von Fuck-Ups, kreativen Texten und einigen Lachmomenten.

Wendelin Siepmann
Wendelins Nachbarschaft wurde zuletzt von einem (wieder zurückgekehrten) italienischen SC-Freiburg-Profi erweitert. Das Umfeld scheint nicht schlecht. Der Geschäftsmann und gelernte Jurist ist heute in hoher Stellung bei der Badenova angestellt. Chapeau! Aber mal von Anfang: Der neue Lebensabschnitt nach dem Jura-Studium fing glanzvoll an: Direkt einen Job bekommen, in der neuen Umgebung gleich eine tragende Rolle zum Erfolg der Firma eingenommen. Doch kurz vor Weihnachten passierte Wendelin eine Reihe von Ereignissen, die den Alltag komplett über den Haufen geworfen haben. Wie 24 Stunden das Leben eines Menschen um 180 Grad drehen können und wie sehr ihn eine schwierige Phase geprägt hat, wird er in Freiburg erzählen.

Fuck-Up-Nights in Freiburg

"Bisher haben die Fuck-Up-Nights in Freiburg schon ganz gut gezündet", meint der 23-jährige Moritz Ness, der Student aus Freiburg, der die Veranstaltung in die Stadt geholt hat und organisiert. "Der Zuspruch in Freiburg ist groß, denn es geht um eigentliche Tabu-Themen, die jeden betreffen können, nämlich um das Scheitern und aus Fehlern zu lernen." In Zukunft sei eine Kooperation mit der Uni geplant, erzählt Moritz, um noch mehr Studenten auf die Fuck-Up-Nights aufmerksam zu machen.
Der Eintritt für die Fuck-Up-Night am 21. Februar in der Lokhalle ist frei. Los geht’s um 19.30 Uhr.

Was sind eigentlich Fuck-Up-Nights?


Was: Fuck-Up-Nights Freiburg Vol. III
Wann: Do, 21. Februar, 19.30-22 Uhr
Wo: Kreativpark Lokhalle
Eintritt: frei
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