Die Freiburgerin Lena Lafrenz tanzt in der RTL-Soap "Alles was zählt"

Cristina Morales

Über eine Million Menschen schauen täglich die RTL-Seifenoper "Alles was zählt". Seit Januar 2013 ist darin regelmäßig die Freiburgerin Lena Lafrenz zu sehen - als Tänzerin. Wie es dazu kam und was ihre Pläne für die Zukunft sind:



Um kurz nach 19 Uhr flackert eine Gruppe von Tänzern über den Bildschirm. Im Vordergrund übt eine Tänzerin für ein Vortanzen; dahinter, in einem grauen Übungsraum, wärmen sich die Backgroundtänzer auf und dehnen sich. Eine von ihnen ist die Freiburgerin Lena Lafrenz, die seit Januar 2013 in der RTL-Seifenoper "Alles was zählt" mitspielt - beziehungsweise mittanzt.


Bis dahin unterrichtete die 28-Jährigen an der Freiburger Tanzschule Dance Emotion, tanzte zahlreiche Shows mit der Jazztanzcompany "Release" und leitete die Jugend-Jazzcompany "New Contract". Nun bucht sie die RTL-Soap regelmäßig für Tages- oder sogar Wochendrehs - je nach Tanzbild. Manchmal spricht sie auch ein paar Sätze, und sie kann sich durchaus vorstellen, mal eine kleine Nebenrolle zu spielen. Bei ihren Kollegen sieht sie allerdings, wie zeitaufwendig es ist, einen Text auswendig zu lernen. Fürs Tanzen, was immer noch ihr Hauptziel ist, hätte sie dann wohl kaum mehr Zeit.

Angefangen hat alles mit der Teilnahme an einem Workshop des Choreografen Selatin Kara, der bereits mit Stars wie Madonna und Michael Jackson gearbeitet hat. Kara war sofort begeistert von Lenas Talent und versprach sich bei ihr zu melden, sobald er ein passendes Tanzprojekt für sie habe. Zwei Jahre später bot er ihr dann an, als Tänzerin bei "Alles was zählt" mitzumachen - eine der TV-Produktionen, für die Kara choreografiert. "Es gab sogar ein Casting für die Serie, aber er hat mich einfach angeschrieben, dass war super", sagt Lena.



Um mehr Möglichkeiten als Tänzerin zu haben, ist Lena nun nach Köln gezogen. Zur Zeit bewirbt sie sich bei verschiedenen Tanzagenturen, um weitere Tanzrolle im Fernsehen oder vielleicht sogar im Kino zu bekommen. Im Juni 2013 machte sie bei der ersten Staffel der Tanz-Castingshow "Got to Dance" (Pro-Sieben/Sat1) mit, hat aber nicht vor, sich bei so einer Shows noch mal zu bewerben. "Das ist nicht mein Ding", sagt Lena. Sie könne sich aber vorstellen, in Fernsehshows als Backgroundtänzerin aufzutreten.

Als Tochter des Freiburger Schauspielers Bernd Lafrenz und einer Maskenbildnerin ist sie quasi auf der Bühne groß geworden und war schon als kleines Kind auf Theatertourneen dabei. Mit 15 Jahren besuchte sie mit ihrem Vater eine Musicalaufführung, und dabei kam bei ihr der Wunsch auf, Bühnentänzerin zu werden. "Ich rate dir davon ab, außer du kannst nicht anders", kommentierte ihr Vater ihren Traum.

Und da sie nicht anders konnte, entschied sie sich zu einer Tanzausbildung mit den Nebenfächern Gesang und Schauspiel an der Freiburger Akademie für Tanz - mit vollständiger Unterstützung ihres Vaters. Zur Weiterbildung nahm sie an Workshops in Berlin, Paris, London, Sydney und Melbourne teil. "Dort gibt es noch mal ganz andere tänzerische Einflüsse", sagt sie.

An ihrer neuen Heimat Köln gefällen ihr vor allem das Großstadtfeeling, das große kulturelle Angebot und die Offenheit der Bewohner. Ob sie in den nächsten Jahren nach Freiburg zurückkehren wird, weiß sie noch nicht. Vorerst verfolgt sie mit aller Kraft ihr Credo: "Ich lebe fürs Tanzen, und das ist alles, was mir wichtig ist."

Mehr dazu:

[Fotos: Privat]