Bildung und Forschung

Die Freiburger Uni liegt bei der Drittmittelvergabe an der Spitze

BZ-Redaktion & Katharina Meyer

Wissenschaftler der Uni haben von 2014 bis 2016 knapp 240 Millionen Euro Drittmittel bewilligt bekommen. Vor allem in Relation zur Anzahl der Professuren und Fächer ist Freiburg damit an der Spitze.

Im aktuellen Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) steht die Universität Freiburg auf Platz sieben. Wissenschaftler der Uni haben demnach von 2014 bis 2016 knapp 240 Millionen Euro Drittmittel von der DFG bewilligt bekommen. Damit konnte Freiburg seinen siebten Platz aus der vorherigen Ausgabe behaupten.


In Relation zur Anzahl der Professuren und dem Fächerspektrum ist die Uni Freiburg sogar Spitze: In der DFG-Rangliste, die dies berücksichtigt, ist Freiburg mit Abstand die bewilligungsstärkste Universität in Deutschland. Baden-Württemberg ist in dieser Statistik ohnehin besonders stark: An zweiter Stelle folgt die Uni Konstanz, den dritten Rang belegt die Universität Mannheim.

In einer Mitteilung der Uni lobt Rektor Hans-Jochen Schiewer das "hervorragende Ergebnis" Freiburgs. Dass Freiburg die Summe an Drittmittelbewilligungen habe halten können, sei umso bemerkenswerter, weil die Uni in dem ausgewerteten Zeitraum keine Förderung mehr für ein Zukunftskonzept der Exzellenzinitiative erhalten habe, so Schiewer weiter. "Es ist uns also gelungen, mit individuellen Förderungen über Forschergruppen und Graduiertenkollegs bis hin zu Sonderforschungsbereichen und Exzellenzclustern die Nummer eins in Deutschland so sein", sagt Schiewer.

Dass das nicht selbstverständlich ist, zeigt die Platzierung des Karlsruher Instituts für Technologie, das laut DFG wegen der nicht fortgesetzten Zukunftskonzepte der Exzellenzinitiative von Rang acht auf Rang 18 abrutschte. Von der zweiten Phase der Exzellenzinitiative profitierte dagegn die Uni Tübingen, die sich von Platz 14 auf acht verbessern konnte. An der Spitze der bewilligungsstärksten Hochschulen lag die LMU München mit 316 Millionen Euro an Drittmitteln, gefolgt von der Uni Heidelberg (292 Millionen) und der RWTH Aachen (281 Millionen).

Berechnet nach Drittmitteln pro Professur befindet sich Freiburg in drei von vier Gebieten in den Top Ten: Lebenswissenschaften, Ingenieurswissenschaften und Geistes- und Sozialwissenschaften.