Babys

Die Freiburger Lieblingsnamen sind Sophia und Jonas

Simone Höhl

Mia und Maximilian sind abgestürzt, die Freiburger haben neue Lieblingsnamen für ihre Babys: Sophia und Jonas belegen die ersten Plätze, gefolgt von Emilia und Elias, Emma und Luis.

Freiburg hat im vergangenen Jahr einen Babyboom erlebt. Das Standesamt hat 5338 Neugeborene in der Stadt registriert, so viel wie seit den 60er-Jahren nicht mehr. Etwa die Hälfte der Mütter kam zur Geburt aus dem Umland.


Bei den Vornamen, welche die Eltern ihren Babys gaben, gibt es klare Trends, aber in dieser Jahresstatistik auch überraschende Bewegungen.

Sophia, Emilia und Emma

Top bei den Mädchen war 2016 Sophia und Sofia. Über 60 Kindern wurden nach der griechischen Weisheit und Tugend benannt. Mit großem Abstand folgten Emilia und auf Platz 3 Emma (beide knapp 40). Die Vorjahres-Erste Mia rutschte ab auf Platz 7 (siehe Tabelle am Textende).

Jonas, Elias und Luis

Bei den Jungs lag Jonas vorn. 45 Neugeborene tragen nun den hebräischen Namen, der Taube bedeutet. Auf Platz 2 liegt Elias und Platz 3 Luis beziehungsweise Louis, sie lagen im Vorjahr zusammen auf Rang 8. Da führte Maximilian noch die Namens-Hitliste an, der nun auf Platz 9 abstürzte.

Die Bandbreite der Vornamen für die Kinder ist so groß wie noch nie, erklärte am Freitag die Leiterin des Standesamts, Dominique Kratzer: 1885 verschiedene Vornamen haben die Eltern ihren Kindern im Jahr 2016 gegeben – "ein absoluter Spitzenwert". Namen berühmter Filmfiguren waren diesmal nicht darunter, jedenfalls soweit das Standesamtsteam weiß. "Vielleicht haben wir ja ein paar Helden übersehen", meinte Vizeamtsleiterin Bettina Zipfel.

Bezauberndes und Brummbären

Bedeutungen spielen dabei eine wichtige Rolle, erklärte Kratzers Mitarbeiterin Laura Tritschler. Besonders zauberhaft fand sie den Mädchennamen Yeliz, Türkisch für "Spur des Windes". Auch eine Elfesya, Kurdisch für Märchenprinzessin, wurde geboren.

Bei den Jungen gab’s einen Liwanu, Indianisch für "brummender Bär". Und eine Familie nannte ihr sechstes Kind Essien, auf Afrikanisch "der Name des Sechstgeborenen". Die deutschen Eltern hatten schon ihr zweites Kind auf Afrikanisch Zweitgeborenes genannt. Ein Junge wurde an Dreikönig geboren und heißt jetzt Melchior, ein anderer, der an Heiligabend zur Welt kam, Noël.

Amtlich ablehnen musste das Standesamt im vergangenen Jahr keinen Namen. "Wir haben Gott sei Dank keine so krassen Namen", sagte Dominique Kratzer. Aber ihr Team hat beraten, etwa wenn ein ausländischer Name auf Deutsch anstößig klingen könnte. Die Eltern suchten dann einen anderen Namen aus.
Die Top-Ten der Mädchen

1. Sophia/Sofia
2. Emilia
3. Emma
4. Anna/Ana
5. Hanna/Hannah
6. Lea/Leah/Léa und Marie/Mari
7. Mia
8. Lina
9. Clara/Klara, Leonie/Leoni und Luisa/Louisa
10. Johanna

Die Top-Ten der Jungs

1. Jonas
2. Elias
3. Luis/Louis
4. David
5. Felix und Moritz
6. Leon, Oskar/Oscar und Paul
7. Jakob/Jacob
8. Henri/Henry und Noah/Noa
9. Maximilian und Samuel
10. Luca/Luka und Lukas/Lucas