Die Freiburger Football-Mannschaft steht vor dem Abstieg – was sie noch retten kann

Jonas Volkert

Das Absteigs-Spiel der Freiburg Sacristans am vergangenen Sonntag ging unentschieden aus: Eigentlich steht für die Mannschaft nun der Abstieg an. Unser Autor ist Spieler bei den Sacristans und erklärt, warum es noch eine Chance gibt.

Das Abstiegs-Spiel der Sacristans am vergangenen Sonntag endete, wie die vorangegangene Saison verlief: außergewöhnlich und unglücklich. Jeweils 14 Punkte standen am Ende der Partie gegen die Heilbronn Salt Miners für beide Mannschaften auf der Anzeigetafel. Unentschieden. Und das obwohl die Sacristans im Spielverlauf zweimal in Führung gegangen waren. Unentschieden – das gibt es nicht oft im American Football. Unentschieden – das bedeutet für die Freiburger den Abstieg in Liga Vier. Oder doch nicht? Ganz sicher ist der Abstieg nicht, es gibt noch einen Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt.


Warum die Mannschaft vielleicht doch nicht absteigt

Besiegelt ist der Abstieg noch nicht. Warum? Einerseits hängt es daran, wer aus der zweiten Liga absteigt. In der sogenannten German Football League 2 (GFL 2) spielen diverse Teams aus Süddeutschland, auch aus Baden-Württemberg. Sollte das derzeit noch abstiegsgefährdete Team aus Albershausen (bei Stuttgart) die Klasse halten können, würden wir aufgrund der Auf- und Abstiegsregelungen des Verbandes wohl in der Regionalliga bleiben.

Andererseits steht eine neue Reform der Liga im Raum. Derzeit spielen sechs Teams in der Regionalliga, möglicherweise wird im nächsten Jahr auf sieben Teams aufgestockt. Dann gäbe es eventuell keine Absteiger und die Sacristans könnten im nächsten Jahr wieder in der Regionalliga starten. Ob Albershausen den Klassenerhalt packt entscheidet sich in den nächsten Wochen, ob die Liga vergrößert wird, vermutlich erst in einigen Monaten. So oder so werden die Sacristans im nächsten Jahr wieder angreifen, um endlich wieder oben mitzuspielen – egal, in welcher Liga.
Wie funktioniert Football?

Beim American Football geht es darum, am Ende des Spiels mehr Punkte auf dem Konto zu haben als der Gegner. Jedes Team hat dafür eine Offensive, die Punkte erzielen soll und eine Defensive, die Punkte des Gegners verhindern soll. Gespielt werden insgesamt vier Viertel, die in Deutschland jeweils 12 Minuten dauern. Durch die vielen Unterbrechungen dauert ein Spiel aber selten unter zwei Stunden.

Das Spielfeld ist insgesamt 100 Yards (1 Yard= 0,91 Meter) lang. Die Offensive hat insgesamt vier Versuche um 10 Yards weit zu kommen. Schafft sie es, erhält sie weitere vier Versuche für weitere 10 Yards; schafft sie es nicht, erhält das gegnerische Team den Ball. Dabei hat die Offensive die Möglichkeit, den Ball entweder durch einen Laufspielzug oder durch einen Passspielzug voranzubringen.

Schafft es die Offensive entweder durch Lauf oder Pass in die gegnerische Endzone, erhält sie sechs Punkte – ein sogenannter Touchdown. Danach gibt es noch die Möglichkeit, einen weiteren Punkt zu erzielen, wenn es der Kicker schafft, den Ball durch zwei Torstangen zu kicken. Gelingt ihm dieses Kunststück aus dem Spiel heraus, erhält sein Team sogar drei Punkte.

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