Die Freiburger Band Fatcat ist im ZDF-Morgenmagazin aufgetreten

Bernhard Amelung

Die Freiburger Band Fatcat um Sänger Kenny Joyner hat an diesem Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin gespielt. Im Interview erzählt Bandmanager Björn Jakob, wie der Auftritt beim Marktführer des deutschen Frühstücksfernsehens war.

Wie war’s?

Björn Jakob: Der Auftritt war großartig. Alles lief sehr unkompliziert und entspannt ab. Fatcat haben um 8.35 Uhr eine Nummer gespielt, einen 50-Sekunden-Teaser. Um 8.50 Uhr haben sie ein kurzes Interview gegeben und einen Song von der aktuellen Platte, der "BMS Session", gespielt. Darauf enthalten sind vier Songs, die wir mit einer Veranstaltungsfirma aus der Region als Live-Videos aufgenommen haben. Diese Stücke erscheinen am Freitag digital.



Wie geht man in so eine Sendung rein?

Björn Jakob: Mit positiver Nervosität und Vorfreude. Als Manager der Band war ich genauso aufgeregt wie die Musiker und Sänger selbst. Das ZDF-Morgenmagazin ist eines der erfolgreichsten TV-Magazine Deutschlands, das oft auch internationale Gäste im Studio hat. Heute war der Londoner Star-Koch Jamie Oliver dabei. Er hat live gekocht, nach der Sendung haben wir uns mit ihm noch etwas unterhalten, Fotos gemacht, und an so etwas merkt man, dass das Morgenmagazin zwar täglich gesendet wird, aber trotzdem nichts Alltägliches ist.

Wie hat sich die Band vorbereitet?

Björn Jakob: Die Jungs sind Profis, die mussten vor dem Auftritt keine Nachtschicht einlegen. Sie standen aber vor der Herausforderung, dass sie den Song "No Strings Attached" auf das Sendeformat anpassen mussten. Auf der Single dauert das Stück dreieinhalb Minuten. In der Sendung hatte die Band aber nur rund zwei Minuten Zeit. Da Fatcat aber in den vergangenen zwei Jahren viele Konzerte, auch große Produktionen wie das Montreux Jazz Festival, gespielt haben, konnten sie diese Vorgabe gut umsetzen. Außerdem geht man vor Beginn der Sendung die Interviewfragen mit den Moderatoren durch.

Das ZDF-Morgenmagazin erreicht bis zu einer Million Zuschauer. Wie fühlt es sich an, vor einem so großen Publikum aufzutreten?

Björn Jakob: Das macht großen Spaß. Gerade für eine Band, die überregional durchaus bekannt ist, aber eben nicht deutschlandweit, ist das großartig, so einen Termin wahrnehmen zu können. Wir haben uns alle sehr gefreut, dass wir die Möglichkeit hatten, die Band und ihre Musik einem großen Publikum bekannt zu machen. Das gehört natürlich zu meinem Job als Manager und Promoter, solche Termine zu verhandeln. Trotzdem war es für uns ein Highlight, dass die Redaktion des Morgenmagazins uns ausgewählt hat.

Fatcat haben in diesem Jahr auf großen Festivals wie dem Montreux Jazz Festival gespielt. Was war der Unterschied zwischen Konzertbühne und TV-Studio?

Björn Jakob: In einer Sendung muss man sich an das Format anpassen. Das bedeutet nicht, dass man andere Musik spielt und andere Klamotten trägt. Aber man muss sich an die Infrastruktur und technischen Vorgaben anpassen, vor allem auch an das Timing. Eine Sendung ist, anders als ein Konzert, bis auf die Sekunde durchgetaktet und programmiert. Die Abläufe sind viel straffer und strukturierter. Man arbeitet mit vier, fünf Tontechnikern gleichzeitig, folgt den Anweisungen der Regie, alle sind super vorbereitet. Aber man wird auch hoffiert, hält sich in einem tollen Backstage-Bereich auf. Das sucht seinesgleichen.

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