Reality-TV

Die ehemalige Freiburgerin Leila Lowfire zieht ins Dschungelcamp

Andreas Meinzer

Sie spricht gerne über Sex und ist auch sonst nicht gerade schüchtern: Leila Lowfire ist ab Freitag in der Show "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" auf RTL zu sehen. Die Sex-Expertin hat mehrere Jahre in Freiburg gelebt.

fudder war es zwar nicht vorbehalten, die diesjährige Teilnehmerliste des RTL-Dschungelcamps der Öffentlichkeit zu präsentieren, ehe der Sender dies bestätigte. Das ist traditionell einem anderen Medium vorbehalten, das für Klatsch und Tratsch bekannt ist. Doch bezüglich einer Kandidatin erfährt man nur hier, was sonst keiner schreibt (oder wissen will): Aktmodell Leila Lowfire ist Freiburgerin.


Leila Ziaabadi, so ihr bürgerlicher Name (geboren am 3. Oktober 1993), die den erfolgreichen Podcast "Besser als Sex" moderiert, lebte eine Zeit lang in Freiburg und besuchte das Deutsch-Französische Gymnasium, bevor sie nach Berlin zog. "In der Kleinstadt, aus der ich komme, wird viel getratscht – weil mich das schon immer gestört hat, zog ich relativ früh weg", sagte Leila Lowfire in einem Interview mit jetzt.de. Ob sie damit Freiburg meinte?

Sicher ist: Nach Ex-GNTM-Teilnehmerin Giuliana Farfalla, die Anfang 2018 ins Dschungelcamp zog, ist Leila die zweite Teilnehmerin der Reality-Show mit Südbaden-Bezug.

Fotograf Oliver Rath hat sie entdeckt

Der ehemalige Freiburger Oliver Rath, der im August 2016 starb, hatte sie als Model für erotische Aufnahmen entdeckt. Dazu dürften ihre natürlich großen Brüste beigetragen haben. Diese machte sie zu ihrem Kapital. 2015 sorgte die frühere PR-Mitarbeiterin durch ein Foto bei Facebook für Furore. Versehen mit dem Hashtag #nippelstatthetze ließ sie sich Oben ohne an der Seite des Schauspielers Matthias Weidenhofer fotografieren, der ein Schild mit der Aufschrift "Kauft nicht bei Kanaken" umhängen hatte. Der Beitrag war mit der Frage versehen, wer von beiden gerade gegen die Gemeinschaftsstandards von Facebook verstoße. Facebook löschte den Beitrag nach nur 20 Minuten und sperrte Leilas Profil – mit der ernüchternden Begründung: Nacktheit.

Gegenüber der Bild-Zeitung erklärte Lowfire die Aktion damit, dass sie "versuche, die Aufmerksamkeit, die mir mein Körper beschert, positiv einzusetzen", wie hier gegen Rassismus und verquere Moralstandards.

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Not going to leave the pool until Sunday. #tiredaf

Ein Beitrag geteilt von Leila Lowfire (@leilalowfire) am Okt 31, 2018 um 10:44 PDT



Letzteres ist auch Programm in ihrem Podcast "Besser als Sex" (bis 2018: "Sexvergnügen"), den sie zusammen mit der Radiomoderatorin Ines Anioli startete. Dieser erreicht jede Woche bis zu 150.000 Zuhörer auf Streaming-Portalen wie Spotify oder iTunes und rangiert bei Letzterem unter den Top 3 (Quelle: meedia). Unter die sprichwörtliche Lupe nimmt die Tochter eines Iraners und einer Deutschen in ihrer Sendung das Sexleben – ihr eigenes, sehr promiskuitives und experimentierfreudiges, aber auch das der gemeinen Bevölkerung.

Nicht nur das, sondern wie die beiden dort über das natürliche Bedürfnis sprechen, ist neuartig. "Wir sind zwei heiße Muschis, die kein Blatt vor den Mund nehmen, und wir reden übers Ficken", begrüßte Ines die Hörer zur ersten Folge. "Wir wollen unseren Hörern das Gefühl geben, dass sie in Ordnung sind, so wie sie sind", sagt Leila und plaudert mit ihrer Freundin offen über sexuelle Vorlieben und No-Gos, ihre zahlreichen Sexualpartner- und -partnerinnen, Sexspielzeug, Geschlechtskrankheiten und Verhütung oder Geräusche und Gerüche beim Sex.



Leila versteht sich als Feministin.Und das kurvige Model möchte mit ihrer Medienpräsenz auch gängige Körperbilder und -normierungen infrage stellen. Über Medienetikettierungen wie "Busenwunder" oder "Sexpertin" wird die Frau, die über sich selbst sagt "Ich bin eher so der Herz- und Vagina-Mensch" wohl herzhaft lachen. Es kann ihr aber auch ganz egal sein. "Besser als Sex" sei der Podcast mit den meisten Werbeeinnahmen, wie Kollegin Ines stolz verkündete. Sie und Leila können davon leben.

Die Auslegung des Begriffs "Promi" ist in der RTL-Sendung zwar bekanntermaßen äußerst variabel und großzügig. Doch steht jetzt schon fest, dass Leilas Promi-Status mit Sicherheit ein Upgrade erfährt.
Das Dschungelcamp

"Ich bin ein Star- Holt mich hier raus!" ist eine Reality-Show, die seit 2004 auf RTL ausgestrahlt wid. Zehn bis zwölf Personen, ziehen bis zu zwei Wochen in ein Dschungelcamp in Australien und werden dabei ständig von Fernsehkameras beobachtet. Ziel der teilnahme ist es, die Gunst der Zuschauer zu gewinnen und so lange wie möglich im Camp zu bleiben. Die Teilnehmer müssen sogenannte Dschungelprüfungen bestehen und können mit dem Spruch "Ich bin ein Star- Holt mich hier raus!" die Sendung abbrechen. Die nächste Staffel wird ab Freitag, 11. Januar 2018 um 21.15 Uhr ausgestrahlt.

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