Die Coffee Factory hat geschlossen, weil die Kosten zu hoch waren

Gina Kutkat

Die Coffee Factory hat zugemacht. Seit Ende Juli ist in der Café-Bar-Kulturkneipe in der Habsburgerstraße Schluss. Warum die Betreiber aufgegeben haben, haben sie Gina Kutkat erzählt.

Im Januar erst hatten Katharina Kreth und Christian Schubert die Coffee Factory wiedereröffnet – jetzt mussten sie schon wieder schließen. Ende Juli haben die beiden Betreiber die letzte große Abschiedsparty in der Gaststätte in der Habsburgerstraße 110 geschmissen. Zu den Gründen für die Schließung sagt Katharina Kreth: "Die Kosten waren einfach zu hoch, es hat sich für uns nicht mehr gerechnet."


Deshalb haben die beiden, die den Laden im Januar 2017 übernommen hatten, sich "schweren Herzens" für den schnellen Ausstieg aus dem Mietvertrag entschieden. Um aus diesem herauszukommen und eine Ablöse zu erhalten, mussten sie das komplette Inventar dem Vermieter überlassen. "Wir bedauern sehr, wie das alles gelaufen ist", so Kreth. "Wir haben viel Kraft und Geld in den Laden gesteckt."



Für Kreth und Schubert, die als Gastro-Neulinge die Coffee Factory übernommen hatten, geht es erst einmal zurück in ihre alten Jobs – um die Zeit zu überbrücken und Geld zu verdienen. Katharina Kreth hatte zuvor als Lehrerin, Christian Schubert als Krankenpfleger gearbeitet. Den Traum vom eigenen Laden geben sie aber nicht auf. "Wir würden gerne an anderer Stelle weitermachen, wenn sich etwas ergibt und die Rahmenbedingungen stimmen", sagt Katharina Kreth. "Wir haben in den letzten sieben Monaten sehr viel gelernt." Wie es in der Habsburgerstraße weitergeht, wissen die beiden nicht. Aktuell hängt ein Schild an der Tür: "Momentan wegen Umbauarbeiten geschlossen."

Konzept "Café-Bar-Kulturkneipe"

Kreth und Schubert hatten er Coffee Factory den Beinamen "Café-Bar-Kulturkneipe" verpasst. Es gab neben Frühstück, Mittagstisch und Abendkarte auch Ausstellungen und Konzerte. Auch die Zusammenarbeit mit regionalen Herstellern und Künstlern war den beiden wichtig. Dafür gab es von den Gästen viel positives Feedback, so Kreth. "Wir hatten tolle Abende und viel Spaß. Deswegen hören wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf."

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