Kinokarten statt Kaffee

Die Bar im Freiburger Cinemaxx ist geschlossen – keine Nachfolge in Sicht

Manuel Fritsch

Die Bar im Cinemaxx ist seit einiger Zeit geschlossen. Einen Ersatz soll es vorerst nicht geben. Die Stammgäste, die die Bar nur "Mischa" nannten, grämen sich – wie es weitergeht, ist unklar.

Dort, wo im Cinemaxx früher Kaffeetassen und Biergläser über den Tresen gingen, sind nun Ticketautomaten des Kinos – und viel Freiraum. Die Bar im Kino ist schon länger geschlossen, nun heißt es, dass es vorerst keinen Ersatz geben soll. Sehr zum Bedauern der früheren Stammgäste, für die die Bar ein kleiner Geheimtipp war.


"Das Café nannte man umgangssprachlich einfach Mischa", erzählt ein Büro-Nachbar. "Dort gab es immer den guten Hausbrandt-Kaffee für einen Euro. Das war unschlagbar." Bereits im Winter hat das Café dicht gemacht. Während anfangs noch um eine Nachfolge verhandelt wurde, liegt das nun auf Eis. Die Bar ist abgebaut und dort, wo sie vorher stand, sind nun Ticketautomaten für das Kino.

Aus den Verhandlungen um eine Nachfolge ist nichts geworden

Die Theaterleiterin Nastassja Schön erzählt, dass es zwar Verhandlungen mit verschiedenen Interessenten um eine Nachfolge gegeben habe, aber schließlich habe es mit keinem gepasst. "Dann mussten wir uns entscheiden, ob wir es offiziell ausschreiben oder erstmal zumachen", sagt Schön. Das Kino entschied sich fürs Schließen, wie es weitergeht, ist offen. "Das sind interne Entscheidungen", so Schön.

In Gastronomiekreisen heißt es, der Pächter habe versucht, seine Bar zu verkaufen. Da er sich kurz vor Abschluss wähnte, habe er seinen Pachtvertrag gekündigt. Das Kino habe dann allerdings nicht mitgemacht und nur die Kündigung, nicht die Verkaufspläne akzeptiert.

Cinemaxx spricht von Gesprächen unter der Hand

Theaterleiterin Schön kann das nur teilweise bestätigen. Der Barbetreiber habe wohl unter der Hand mit potentiellen Nachfolgern verhandelt. Es sei aber bei Gesprächen unter der Hand geblieben. Gekündigt habe er ganz regulär.

Da die Bar rund 15 Jahre in Betrieb war, sei sie am Ende recht abgenutzt gewesen. Nun werde der Raum erstmal auf Vordermann gebracht, bevor über die weitere Nutzung entschieden wird. Bis dahin wird man an der Stelle statt Kaffee nur noch Kinokarten bekommen.