Die 7 verrücktesten Geschichten der Rock am Bach-Crew

Kerstin Ernst

Ob verwüstete Hotelzimmer oder Schlamm-Foto-Shootings: In zwölf Jahren Rock am Bach ist einiges passiert, auf fudder erzählen die Veranstalter die verrücktesten Geschichten. Rock am Bach findet am kommenden Wochenende in Kirchzarten statt.

Seit zwölf Jahren gibt es das Festival Rock am Bach. Eine lange Zeit, in der die Organisatoren und Helfer vom Autonomen Jugendzentrum in Kirchzarten die ein oder andere verrückte Geschichte erlebt haben. fudder hat mit der Crew gesprochen und sieben Storys aus der Rock-am-Bach-Geschichte gesammelt.


1. Eine Band nimmt den Festival-Schlamm mit

Die Folk-Metal-Band Finsterforst hat 2012 bei Rock am Bach gespielt. Am Tag nach dem Festival waren alle mit dem Abbau beschäftigt. Über Nacht hat es ziemlich heftig geregnet, sodass der ganze Festivalplatz unter Wasser stand und total matschig war. An dem Tag kamen Finsterforst nochmal, um zu fragen, ob sie etwas von dem Schlamm auf dem Platz haben könnten. Sie wollten ein Fotoshooting damit im Wald machen.

Foto: Die Band Finsterforst

Finsterforst

2. Verwirrte Raver auf der Suche nach der Party

Vor zwei Jahren war das ganze Team donnerstags gerade fließig beim Aufbau. Vom Schein des Licht-Checks angelockt sind zwei Leute aus Denzlingen auf das Gelände gefahren, weil sie wissen wollten, was denn da los sei. Sie hatten die Hoffnung auf eine Elektro-Party zu treffen und waren überrascht, dass ein kleines Festival eine solche Lichtshow hat.

Lichtshow

3. Gästezimmer ohne Betten

Vor sechs Jahren kamen Emil Bulls als Headliner zu Rock am Bach. Zu der Zeit war das Festival nur eintägig, weil die Veranstalter noch nicht so viel Budget hatten. Sie mussten allerdings für die Band eine Unterkunft suchen. Die haben sie auch gefunden: Im Kurhaus in Kirchzarten, welches in dem Jahr angefangen hatte umzubauen. Im Kurhaus sollte ein Gästehaus eingerichtet werden, einen Frühstücksservice gab es bereits, aber die Zimmer standen noch leer. Die Veranstalter haben mit den Besitzern gesprochen und die waren einverstanden die Zimmer für die Band zu überlassen, sogar für einen günstigeren Preis. Problem war nur, dass die Betten selbst organisiert werden mussten. Die wurden schließlich beim Black Forest Hostel in Freiburg vom Dachboden geholt, nach Kirchzarten gekarrt und so nebenher eine schöne Unterkunft für die Emil Bulls hergerichtet.

4. Rock‘n Roll-Hotelverwüstung in Kirchzarten

Das Jahr darauf hatte das Festival schon ein bisschen mehr Budget, und die Veranstalter haben eine andere Unterkunft gebucht. Dabei hat eine Rockabilly Band aus England gespielt, die in der Nacht die frisch renovierten Zimmer ein "bisschen" auseinander genommen hat. Die Besitzer haben es aber mit Humor genommen: Die Crew von Rock am Bach darf dort weiterhin ihre Bands unterbringen. Es war aber eine verrückte Nummer: Rock ’n’ Roll-Hotelverwüstung in Kirchzarten.

5. Ein Beinahe-Stromausfall

Die Stromversorgung der Bühne funktioniert über ein großes Aggregat - 2016 gab es damit ein Problem. Einer vom Team ist an dem Aggregat vorbei gegangen und hat gesehen, dass das Lämpchen der Tankanzeige schon leuchtet. Dann ist plötzlich hinter der Bühne Hektik ausgebrochen, denn es musste von irgendwo noch Sprit für das Aggregat besorgt werden. Sonst wäre das Konzert vorbei gewesen. Zuerst wurde vom festivaleigenen Radlader das Diesel abgesaugt, der aber auch nicht mehr so viel Sprit hatte. Also mussten schnell Kanister bei der Tankstelle befüllt werden. Am Ende hat es dann mit viel Hektik und Teamwork geklappt das Problem zu lösen. Alle waren glücklich, das Publikum hat nichts mitbekommen nur die Crew, die hat nach Diesel gestunken.

6. Last-Minute T-Shirt-Druck-Aktion

Im verganenen Jahr kam es zu einer Last-Minute T-Shirt-Druck-Aktion, da die T-Shirts für den Siebdruck zu spät geliefert wurden. Deshalb mussten in der Nacht vor Rock am Bach an die Hundert T-Shirts mit der neuen Siebdruck-Maschine schnell bedruckt werden. Das war definitiv eine Geduldsprobe, denn die ersten Shirts sind nichts geworden.

Siebdruckwerkstatt

7. Gerüchte über ein stilles Örtchen

Dieses Jahr munkelt die Crew, dass ein Besucher den Plan hat, ein Dixie-Klo in den Garten der Eltern zu stellen und dort zu zelten, um das typische Festival-Feeling aufkommen zu lassen. Bisher gibt es bei Rock am Bach noch keinen Zeltplatz, weil der Aufwand zu groß wäre. Ob das Vorhaben in die Tat umgesetzt wird, weiß man noch nicht, spätestens am Wochenende könnte man die Schlange zur Toilette im Garten sehen.
Was: Rock am Bach
Line Up: Charme und Melone, Sea Moya, Loisach Marci, Fatcat und Say Yes Dog am Freitag. Samstag: Zim Zum Crash, Die Haiducken, Lion Shpere, El Flecha Negra und Findlay.
Wann: am Freitag den 1. September ab 17:30 Uhr und Samstag den 2. September ab 17 Uhr
Wo: Auf dem Engenwaldgelände in Kirchzarten-Dietenbach, Dietenbacherstraße
Eintritt: Tagesticket im Vorverkauf 12€, an der Abendkasse 15€ und ein Kombiticket für beide Tage im Vorverkauf für 19,20 €
Web: Rock am Bach