Die 6 wunderlichsten Sportarten, die in Freiburg gespielt werden

Felix Klingel

Gedankenverloren schlendert man durch den Seepark und plötzlich gehen Menschen mit Stöcken bewaffnet lauthals aufeinander los. Huch, was machen die denn da? fudder stellt die 6 wunderlichsten Sportarten vor.

Spikeball

Was machen die da: Spikeball funktioniert ähnlich wie Volleyball. Doch statt über ein Netz in der Luft wird es über ein "Trampolin"-Netz am Boden gespielt. Ziel des Spiels ist es, den Ball so auf das Trampolin zu schlagen, dass das andere Team den Ball nicht zurück spielen kann. Ein Team darf den Ball bis zu drei Mal berühren. Es gibt kein festes Feld, das Spiel läuft rund um das kleine Trampolin.

Schwierigkeitsgrad: Das Spiel ist leicht zu erlernen. Aber es ist schwer wirklich gut darin zu werden. Besonders herausfordernd ist das schnelle Reagieren, wenn das Spiel einmal richtig Fahrt aufnimmt. Da es keine Feld-Begrenzung gibt, ist gutes Stellungsspiel im Team essentiell.



Schwitzfaktor: Spikeball kann schnell sehr intensiv und anstrengend werden. Vor allem, wenn man es - wie im Herkunftsland USA üblich - im Sand spielt.

Wie schnell macht man sich zum Affen: Gar nicht – das Spiel sieht sogar bei Anfängern gut aus!

Wo wird es gespielt: Spikeball sieht man immer mal wieder in Freiburger Parks und auf Volleyballplätzen. Ein festes Team oder Vereine gibt es noch nicht. Nachtrag: Inzwischen hat sich in Freiburg ein Verein gegründet, der gemeinsam Spikeball spielt und auch zu Turnieren fährt. Der Verein heißt Blackforest Monkeys. Vielen Dank an Timo für den Hinweis.

Jugger

Jugger

Was machen die da: Mit mittelalterlich anmutenden Hieb- und Stichwaffen (gepolstert!) aufeinander losgehen und versuchen einen Ball ins Tor zu tragen. Den Spielern selbst gefällt diese Beschreibung meist nicht besonders, wird ihr Sport von außen doch oft als brutal angesehen. Dabei ist Jugger eigentlich ein taktischer und schneller Mannschaftssport, eine Mischung aus Fechten und Rugby.

In einem Team sind fünf Spieler, ausgestatten mit verschiedenen gepolsterten Waffen ("Pompfen"). Ein unbewaffneter Läufer muss einen Ball in gegnerische Tor bringen. Das andere Team versucht das mit ihren Stäben zu verhindern. Ist ein Spieler getroffen, muss er kurze Zeit aussetzen.

Schwierigkeitsgrad: Der Umgang mit den "Pompfen" ist schnell erlernt, ansonsten schadet eine gute Kondition beim Rennen nicht. Schwierig ist es allerdings, bei dem chaotischen Spiel den Überblick über das Spielgeschehen nicht zu verlieren.



Schwitzfaktor: Die schnellen Spielzüge und kurzen Sprints kosten Energie, doch es gibt immer wieder kleine Pausen, etwa wenn man getroffen wurde. Nichts für Bewegungsmuffel, doch mit einigermaßen Grundkondition zu schaffen

Wie schnell macht man sich zum Affen: Anfänger können schnell orientierungslos aussehen und sitzen die meiste Zeit getroffen auf dem Boden. Wer das Spiel aber beherrscht wirkt so cool wie Braveheart vor der letzten Schlacht.

Wo wird es gespielt: Vor allem im Seepark, bei der Ökostation. Dort trainiert der Verein Jugger Freiburg e.v. immer sonntags um 13 Uhr und donnerstags um 14 Uhr.



Stand-Up-Paddling

Stand Up Paddling

Was machen die da:
Auf einem aufblasbaren Surf-Board über Gewässer paddeln. Im Stehen.

Schwierigkeitsgrad: Einfacher als es aussieht. Das Surf-Board ist durch seine Größe und die Luft relativ stabil. Es ist deutlich einfacher darauf ruhig uns sicher zu stehen als auf einem normalen Surfbrett. Allerdings lohnt es sich, einige der Schlagtechniken mit dem Paddel zu erlernen.

Schwitzfaktor: Je nachdem, wie schnell man vorwärts kommen möchte. Auf jeden Fall ist das Paddeln im Stehen ein Workout für den ganzen Körper.



Wie schnell macht man sich zum Affen: Von der Coolness des Surfens hat das Stand Up Paddling wenig abbekommen. Vom Land aus wird man stehend auf so einem Brett gerne von Passanten angegafft, die sich zu fragen scheinen: Was soll das?

Wo gibt’s so ein Board: Die Kosten für ein neues Brett sind hoch (~250-350 Euro). Zum Ausprobieren lohnt es sich, so ein Ding auszuleihen. Das geht bei Yellowfoot Surfboards in der Schopfheimerstraße 11. Ein Tag kostet 35 Euro. Auf dieser Website gibt es mehr Infos dazu.



Ultimate Frisbee

Ultimate

Was machen die da: Frisbee spielen. Doch da das reine Rumgewerfe auf Dauer auch langweilig wird, geht es beim "Ultimate" darum, das Frisbee gemeinsam mit sechs Mitspielern in die Endzone des Gegners zu bringen. Wer das Frisbee in der Hand hält, darf sich allerdings nicht weiter fortbewegen.

Schwierigkeitsgrad: Ein Frisbee zielgenau zu werfen, ist recht anspruchsvoll. Das gleiche gilt fürs Fangen. Dazu kommt noch der Druck, den die gegnerische Mannschaft aufbaut - gar nicht so einfach!



Schwitzfaktor: Ultimate Frisbee ist ein Laufspiel, man ist viel in Bewegung und läuft sich frei. Dementsprechend groß ist auch der Schwitzfaktor.

Wie schnell macht man sich zum Affen: Schon mal die Flugkurve eines Frisbees unterschätzt und der Scheibe dann verzweifelt nachgerannt? Fühlt sich ziemlich komisch an – und sieht auch so aus.

Wo wird es gespielt: Das Freiburger-Team nennt sich Disconnection und freut sich immer über neue Mitspieler. Die Trainings-Termine findest du auf dieser Website.





Acroyoga

Smiley face

Was machen die da: Höhenflüge mit viel Tiefgang. Acroyoga verbindet Yoga mit Akrobatik. Zu zweit führt man verschiedene Positionen aus: Während der Obere kunstvoll durch die Luft gleitet, ist der untere für die Stützarbeit zuständig.

Schwierigkeitsgrad: Ziemlich schwer. Acroyoga braucht viel Kraft, Konzentration, die richtige Technik - und Vertrauen in den Yoga-Partner.

Schwitzfaktor: Da die Bewegungen langsam und bewusst ausgeführt werden, kommt man eher wenig ins Schwitzen. Anstrengend ist die ganze Akrobatik natürlich trotzdem!



Wie schnell macht man sich zum Affen: Anfänger machen sich vor allem schnell zum sterbenden Schwan - wenn die Spannkraft für die Positionen noch fehlt.

Wo kann man das machen: Überall. Die Szene trifft sich gerne im Seepark, dem Stadtgarten oder am Dreisamufer und organisiert sich über diese Facebook-Gruppe.Dort werden auch Anfängerkurse angeboten.



Quidditch

Quidditch

Was machen die da: Harry Potter gelesen oder gesehen? Bestimmt! Dann kennst du ja Qudditch, bei dem sich zwei Mannschaften auf fliegenden Besen gegenüberstehen und versuchen, Tore zu erzielen oder den Schnatz zu fangen. Das ganze Spektakel gibt es inzwischen auch im echten Leben. So richtig mit Besen zwischen den Beinen. Nur fliegen können die nicht.

Schwierigkeitsgrad: Nur mit einem Besen zwischen den Füßen zu Rennen ist schon umständlich. Dazu ist das ganze Spiel ein großes Tohuwabohu: Neben den Leuten, die Tore schießen, gibt es auch noch einige Spieler mit Bällen, die wie beim Völkerball andere kurz vom Platz werfen können. Außerdem rennt noch der Schnatz-Träger herum. Nicht so leicht, da den Überblick zu bewahren.



Schwitzfaktor: Groß – Quidditch ist ein Vollkörperkontaktspiel und vereint Elemente aus Handball, Völkerball und Rugby. Jede der Sportarten alleine ist schon schweißtreibend.

Wie schnell macht man sich zum Affen: Man reitet mit einem Besen zwischen den Füßen umher und spielte eine Fantasie-Sportart. Da muss man drüberstehen.

Wo kann man das spielen: Das Freiburger Team nennt sich Black Forest Bowtruckels und trainiert im Seepark und in Littenweiler. Das Team sucht immer mal wieder Mitspieler, mehr Infos findest Du auf der Facebook-Seite.