DFB-Pokal: Mainz schlägt den SC erneut

David Weigend

Wieder trug der Mainzer Trainer Jörn Andersen seinen gestreiften Bosspullover, denselben, wie am 29. Oktober 2008. Und wieder unterlag der SC Freiburg den Gästen, diesmal mit 1:3. Unterm Strich eine verdiente Niederlage, auch wenn der Sportclub um ein Tor betrogen wurde.



Die erste Halbzeit begann vielversprechend. Die Spieler des SC Freiburg suchten Stürmer Mohamadou Idrissou, der mit ein paar guten Gelegenheiten scheiterte, was sich später rächen sollte. Der Sportclub überzeugte durch gutes Stellungsspiel. Es gelang den Gastgebern, die Gegner einzuschnüren und Konter zu unterbinden.


Die Freiburger Angriffe liefen über außen, besonders links über Heiko Butscher, während im zentralen Mittelfeld gegen die Mainzer kein Durchkommen gelang.



Besonders bei Standardsituationen wurde deutlich, wieviel Respekt Mainz 05 vorm Sportclub hatte: Bei Eckbällen standen meist alle elf Mainzer im Sechzehner.



Halbzeit: Rothaus, laut Stadionsprecher "unser badisches Pokalbier", wurde weniger genossen, dafür mehr Glühwein - gegen die Minusgrade. Walter von der Post-Jahn-Gaststätte schlenderte durch die Haupttribüne, die ansonsten einer Bewegungstherapie im Seniorenzentrum glich.

Der Stadion-DJ spielte "Relight my Fire", während die Rentner und Regio-Kiebitze verstockt in die Hände klatschten, sofern sie unbewurstet waren. All dies sollte freilich nichts nützen.



Eke Uzoma, in der ersten Halbzeit gar nicht schlecht, pennte beim jähen 0:1 durch Bungert am langen Eck wie ein Siebenschläfer auf Hollandgras und wurde daraufhin ausgewechselt.

In der 59. Minute dann eine Szene, die böse Erinnerungen an die Schiedsrichterleistungen bei der Handball-WM in Kroatien wachriefen: Butscher bedient Tommy Bechmann, dieser scheitert am Mainzer Keeper Wache. Idrissou setzt nach und stochert den Ball über die Linie. Tor, eindeutig.

Aber nein. Der Münchner Schiedsrichter Sippel erkennt das Tor nicht an, weil Wache den Ball sicher gehabt haben soll. Ein verhängnisvoller Irrtum. Die meisten der nur 14.000 Zuschauer sind zornig. Platt wie Reiberdatschi würden sie Sippel machen, wenn sie könnten.



Um es abzukürzen: In der Endphase erweiste sich Mainz 05 doch als verdienter Gewinner. Abgezockt nutzten der herausragende Bancé sowie Soto ihre Chancen und zeigten durch clevere Konter dem in der Defensive zu offen stehenden SC seine Grenzen auf.

Robin Dutt war auf der Pressekonferenz "sehr enttäuscht" und resümiert: "Wir müssen dazulernen. Am besten bis Sonntag."

Stimmen zum Spiel, Quelle: Badische Zeitung
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