Deutsches Fliesentischmuseum

Dominik Schmidt

Vom Klassiker mit abgeschrägten Ecken in der Saisonfarbe Eierschale über moderne abgedunkelte Varianten bis hin zur mobilen Version. Der Fliesentisch, meist mit dem obligatorischen Tabakvorrat und Kaffeekanne, gehört in vielen deutschen Wohnzimmern zum festen Bestandteil des Mobiliars. Das selbsternannte Deutsche Fliesentischmuseum zeigt ein paar Prachtstücke.



Einfach praktisch, das ist der geflieste Couchtisch. Schnell abgewischt und  ein markantes Geräusch beim  Abstellen der Bierflasche.  Meist ist er eingebettet in ein stimmiges  Interieur. Es ist die kleinbürgerliche Sehnsucht nach Gemütlichkeit, Sicherheit und auch Tradition, die den Gelsenkirchener Barock aus deutschen Wohnzimmern nicht verschwinden lässt. Es ist ein ehrlicher Tisch.


Der Fliesentisch, eben eines der wenigen Symbole noch, die zeigen "seht her, ich bin Arbeiterklasse". Und das ist auch gut so. Werden an ihm doch so zahlreich die dramatischen Familiengeschichten erzählt, die uns jeden Nachmittag vor dem Fernseher unterhalten.

Jeder Tisch eine Geschichte: Das Deutsche Fliesentischmuseum.

[Foto: Screenshot Fliesentischmuseum, NDR "Einkaufsbummel auf dem Sofa"]

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