Deutsch-Abi: Wie war's?

Hermann Horn

Heute haben die Abiturprüfungen in Baden-Württemberg begonnen, traditionell im Fach Deutsch. Wir waren am Waldkircher Geschwister-Scholl-Gymnasium und haben gefragt, wie die Abiturienten den 5,5-Stunden-Schreibmarathon gemeistert haben.



Valentin Risch, 19: Ich habe das erste Thema gewählt, also den Vergleich zwischen den Sternchenthemen „Der Proceß“ von Kafka und „Michael Kohlhaas“ von Kleist. Eigentlich fand ich die Aufgaben nicht sonderlich schwer. Zur Wahl stand übrigens noch eine Erörterung zur Frage "Ist gute Literatur zeitlos?", im zweiten Erörterungsthema ging es um die Frage, welche Arten von Vertrauen es gibt. Allerdings war ich leider nicht gut vorbereitet, weil ich blöderweise zu wenig gelernt habe. Insgesamt habe ich neun Seiten geschrieben.




Patrick Ambs, 20: Ich habe die Gedichtsinterpretation gewählt und 14 Seiten dazu geschrieben. Die Aufgabe fand ich nicht schwerer als die Klausuren während des Schuljahrs. Unsere Deutschlehrerin hat uns schon gut vorbereitet, aber ich habe zu wenig gemacht. Wegen Mathe mache ich mir mehr Sorgen. Aber ob ich heute noch einmal richtig lernen werde, weiß ich noch nicht.



Eva Wolters, 19: Ich habe das erste Thema genommen. Dieser Vergleich zwischen Kafka und Kleist hatte es in sich. Trotzdem habe ich knapp 23 Seiten geschrieben. Vom Lehrer habe ich mich gut vorbereitet gefühlt, allerdings hätte ich zu Hause mehr tun können.



Felix Schipp, 20: Ich habe die erste Aufgabe gewählt. Sie war nicht besonders schwer, also Interpretation und der Bezug zur Justiz. Der Vergleich hatte es dann aber in sich. Vor allem Michael Kohlhaas hat mir Probleme bereitet. Ich habe 12 Seiten geschrieben. Insgesamt war ich gut vorbereitet. Nachher werde ich mir nur noch die wichtigsten Formeln für Mathe anschauen und sonst entspannen. Heute wird es keinen großen Lernzirkus mehr geben.



Sabrina Schmieder, 19 (links): Ich habe die Gedichtsinterpretation gewählt und 17 Seiten geschrieben. Das erste Gedicht fand ich okay, das zweite aber war schwer. Ich habe gut vorbereitet und der Unterricht war auch in Ordnung. Morgen Mathe wird spannender, da muss ich definitiv noch lernen.

Jana Dorner, 19: Ich habe Thema 2, die gestaltende Interpretation genommen. Man sollte einen Dialog schreiben mit fiktiven Figuren aus Schillers "Räubern". Zwar hatte ich mich gestern noch mit zwei Lehrern darüber unterhalten, zufälligerweise sogar über genau diese Textstelle. Einfacher wurde es dadurch leider nicht. Ich gebe aber zu, dass ich mich auch gut vorbereitet gefühlt habe. Heute werde ich auf jeden Fall noch mal Mathe lernen!