Deutsch-Abi 2013: Wie war's?

Benedikt Nabben & Marius Notter

Am Mittwochmorgen ist das Abitur in Baden-Württemberg in die erste Runde gegangen: fünfeinhalb Stunden Deutsch-Abi standen an. Was kam dran? Wie ist's gelaufen? Wir haben Abiturientinnen und Abiturienten am Goethe-Gymnasium gefragt:



Leon, 18

"Ich habe Aufgabe Nummer eins genommen, Kafka. Schwer war es nicht. Es war viel zum schreiben, man konnte an der Stelle viel interpretieren, gerade diesen Wandel von Joseph K. konnte man sehr gut beschreiben.

Da wir jetzt der letzte Jahrgang mit den drei Lektüren waren, mussten wir alle drei Werke vergleichen, und da gab’s echt viel zu schreiben, die Zeit war dementsprechend zu knapp."

 

Helen, 18

"Ich habe die Gedichte gewählt. Da war ein Gedicht von Brecht und eins von Sarah Kirsch, die ich vorher gar nicht kannte, beide modern. Das lief ganz gut.

Wie zu erwarten war es eher mittel, nicht besonders schwer, ganz okay. Jetzt setz' ich mich erstmal an die Sonne mit ein paar Freunden und lerne danach noch ein bisschen Mathe."



Timo, 18

"Theoretisch kam alles dran, was ich erwartet hatte. Alle drei Pflichtlektüren kamen dran, die habe ich nicht gewählt, ich habe mich für die Erörterung des Zeitungsartikels zum Thema Rituale entschieden. War jetzt nicht das beste Thema, aber hat für mich am besten geklappt, weil auch der Schwerpunkt auf der Erörterung lag.

Das Abi zu bewerten ist schwer, da das wirklich auf den Aufgabentyp drauf an kam. Allgemein war’s schwer, weil das erste Mal Kafka richtig dran kam. Von dem her würde ich sagen, war es durchschnittlich echt schwerer.

Jetzt gehe ich erstmal für Morgen lernen."



Luise, 17

"Ich habe Aufgabe eins gewählt, und ich habe mich sehr über die Textstelle gefreut, da ich die gerade gestern Abend noch bearbeitet habe. Für mich war es natürlich einfach, da ich sehr gut darauf vorbereitet war, und für mich eh nur Aufgabe Nummer eins in Frage kam.

Ich setze mich jetzt erstmal mit meinen Freunden zusammen und feiere das ordentlich, danach geht’s heim und noch mal ein bisschen Mathe anschauen."





Lucas, 18

"Ich habe Nummer eins genommen. Hier sollte man zuerst eine Hinführung zu einer Textstelle von Kafka schreiben, Aufgabe zwei war, eine Analyse zur Textstelle verfassen, und danach musste man die drei Lektüren vergleichen.

Ich habe mir die Aufgaben gar nicht durchgelesen, denn ich habe mich von vornherein auf die erste Aufgabe vorbereitet und habe mir dann auch gesagt, dass ich die auch nehmen werde.

Zuerst gehe ich nach Hause, ein bisschen ausspannen, danach ein bisschen Mathe lernen und dann Fußball schauen, Bayern halt!"



Daniel, 18

"Ich habe die erste Aufgabe genommen. Man hat halt diese Textelle und die soll man interpretieren, und bei der dritten Aufgabe sollte man eben vergleichen, das hat mich ziemlich überrascht, weil man eben normalerweise nur zwei Werke miteinander vergleicht. Dieses Jahr musste man alle drei miteinander vergleichen. Das hat natürlich Spaß gemacht - nur Zeit hatte man nicht.

Die Aufgabenstellung war mittel, die Textstelle war ganz nett, da konnte man viel machen. Aber der Vergleich war ein bisschen schwammig, also vom Begriff her. Man musste die Bedeutung des Gerichts für die drei Protagonisten miteinander vergleichen, das ist erstens schwammig, denn man kann schon für den einzelnen Protagonisten sehr viel schreiben. Dann gleich zu allen drei war viel, war einfach heftig. "

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