Des Winters trockene Luft

Lorenz Bockisch

Schon gewusst, dass es langsam wieder Winter wird? Die kürzer werdenden Tage und die aus Sibirien heranwehenden Winde bringen deutlich kältere Luft in unsere Breiten. Da setzt man sich lieber daheim vor die Heizung, anstatt im Freien herumzutollen. Doch in der künstlich erwärmten Bude ist die Luft oft so trocken, dass man die doppelte Menge Tee trinken muss, aber trotzdem fast nicht atmen kann.

Dass die Luft im geheizten Zimmer so trocken ist, liegt an der kälteren Luft draußen. Auch wenn das Hygrometer am Fenster 96% Luftfeuchtigkeit anzeigen sollte, so ist diese doch nur relativ. Luft kann nämlich, je wärmer sie ist, umso mehr Wasser in sich aufnehmen.


So kommt es dazu, dass die recht feuchte, aber doch kalte Luft, die man sich ins Zimmer gelüftet hat, beim Erwärmen immer trockener wird. Der absolute Wasseranteil nimmt dabei nicht ab, sondern nur der Anteil relativ zur maximal möglichen Menge. Das kommt dann unseren Atmungsorganen, die noch viel wärmere und auch feuchtere Luft produzieren, umso trockener vor.

Gegen dieses unangenehm trockene Gefühl im Hals kann man entweder sehr viel trinken und fleißig weiteratmen. Die Qualität der Zimmerluft steigt dann zwar nicht unbedingt, die Feuchtigkeit hingegen peu à peu schon. Oder man stellt sich eine flache Schüssel mit Wasser in Heizungsnähe, am besten direkt auf den Heizkörper. Das verdunstende Wasser sorgt dann auch im Winter für ein angenehmes Raumklima.