Der Vive l'Umwelt-Glossar

Vive L'Umwelt-Reporter

Von den Fachbegriffen im Vive l'Umwelt-Blog verwirrt? Ein kurzer Glossar zum Thema von A wie Atomabfälle bis S wie Strom-Mix.

AKW: Atomkraftwerk.

Atomabfälle:
selbst wenn der Urankern keine Energie mehr produzieren kann, bleibt er als Abfall noch lange radioaktiv. Der Atommüll muss in abgedichteten Lagern aufbewahrt werden, bis er nicht mehr schädlich ist. Die Forschung versucht neue Techniken zu finden, ihn wieder aufzubereiten oder eine neue Art von Reaktor zu bauen, der weniger Abfälle produziert.


Atomausstieg: seit April 2002 besteht in der Bundesrepublik ein Verbot des Neubaus von kommerziellen Atomkraftwerken und die Befristung der Regellaufzeit der bestehenden Atomkraftwerke auf durchschnittlich 32 Jahre seit Inbetriebnahme.

Autogas oder Flüssiggas: kennt man auch aus Feuerzeugen. Autogas entsteht als Nebenprodukt der Erdölgewinnung. Es ist nahezu schwefelfrei, und auch die klimaschädlichen CO2-Emissionen fallen niedriger aus, als bei Benzin und Diesel.

Biodiesel: Biodiesel wird vor allem aus Raps gewonnen und dann chemisch aufgearbeitet. Biodiesel lässt sich fast aus jeder Biomasse gewinnen, wie aus Holzabfällen und sogar aus Biomüll. Viele Hersteller haben jedoch bei ihren Wagen den reinen Biodieseleinsatz nicht freigegeben, da der Treibstoff Schläuche und Dichtungen der Motoren beschädigen kann.

Blockheizkraftwerk: Ein Blockheizkraftwerk ist eine kleine bis mittelgroße Anlage, die sich das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung zunutze macht. Typischerweise befindet sich ein solches Blockheizkraftwerk im Keller von Privathaushalten, um die Leitungsverluste bei der Energieübertragung zu verringern.

Bruttostromerzeugung: die im Kraftwerk an den Generatorklemmen erzeugte elektrische Arbeit.

Druckwasserreaktor: die Bauform eines Kernreaktors.

Erdgas: Erdgas ist ein brennbares Naturgas, es wird zum Beispiel auch zum Kochen verwendet. Es ist ein Gemisch aus verschiedenen Gasen. Zum großen Teil besteht es aus Methan. Erdgasautos stoßen rund neun Prozent weniger CO2 als Dieselautos und 21 Prozent weniger als Benziner aus.

Elektroauto: Elektroautos fahren mit Strom. Dieser wird in Akkus gespeichert, deren Leistungsfähigkeit aber noch so niedrig ist, dass man nur kurze Strecken zurücklegen kann.

Energiemix: die Verwendung verschiedener Primärenergieformen zur Energieversorgung. Mehrere Energieträger: Erdöl, Kohle, Gas, Uran, Sonnen- Wasser- oder Windenergie. Energieträger: Rohstoffe, aus denen Nutzenenergie gewonnen werden kann. Anders gesagt: Energiequellen.

EPR: der Europäische Druckwasserreaktor (European Pressurized Water Reactor) ist ein neuer Kernreaktortyp der dritten Generation basierend auf einem Druckwasserreaktor. Er wurde in der 90er Jahren von den Firmen Siemens (Deutschland) und Framatome (Frankreich) gemeinsam entwickelt.

Erneuerbare-Energien Gesetz: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz von 2004 (Erstfassung von 2000) garantiert den Betreibern von Ökostromanlagen, dass ihr Strom ins regionale Netz eingespeist und ihnen dafür ein gesetzlich festgelegter Preis gezahlt wird. Dieses Gesetz hat es vor allem Privathaushalten erleichtert, eigene Anlagen zur umweltfreundlichen Energiegewinnung zu installieren.

Hybrid: Der Hybridantrieb ist eine Kombination aus traditionellem Benzinmotor und Elektromotor. Im Stadtverkehr oder bei Stau fährt das Hybridauto mit dem Elektromotor, bei höherer Geschwindigkeit mit Benzin. Die Bremsenergie wird für den Elektromotor zurück gewonnen. Kernenergie: Energie in Form von Wärme, die nach der kontrollierten Spaltung von Atomkernen entsteht.

Kernzerfall (auch: radioaktiver Zerfall): wenn ein instabiler Atomkern sich spontan unter Energieabgabe umwandelt. Uran ist die einzige bekannte natürlich vorkommende Substanz, die zu einer Kernspaltungs-Kettenreaktion fähig ist.

KKW: Kernkraftwerk.

Kraft-Wärme Kopplung: Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung nutzt die Abwärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, zum Heizen, anstatt sie ungenutzt verpuffen zu lassen. Das führt zu einer effizienteren Nutzung der Energie und spart Brennstoff ein.

Nettostromerzeugung: berechnet sich aus der Bruttostromerzeugung abzüglich des Kraftwerkseigenverbrauchs von Neben- und Hilfsanlagen.

Pflanzenöl: Dieses vor allem aus Sonnenblumen und Raps hergestellte Öl wird, im Gegensatz zum Biodiesel, nicht chemisch bearbeitet. Dieser Treibstoff ist weder giftig noch explosiv. Es verbrennt beim Fahren genauso viel CO2, wie die Pflanze beim Wachsen aufgenommen hat.

Photovoltaik: Bei einer Photovoltaik-Anlage wird mit Hilfe von Solarzellen aus Sonnenenergie Strom erzeugt.

Radioaktivität: natürlicher physischer Prozess, bei dem sich Atome umwandeln und gleichzeitig Teilchen aussenden oder elektromagnetische Strahlung.

Reaktorkern: der Teil eines Kernreaktors in einem Kernkraftwerk, der den Kernbrennstoff enthält und in dem die Kettenreaktion abläuft.

Strom-Mix: zu welchen Anteilen der Strom aus welchen Energieträgern stammt.