Der Rapper Poetenheld hat ein Lied über Freiburg geschrieben

Kerstin Ernst

Freiburg meine Perle - so heißt die Liebeserklärung des Rappers Poetenheld an seine Wahlheimat Freiburg. In dem Song rappt der Musiker über Eindrücke und Gefühle, die er in der Stadt erlebt hat. fudder hat mit ihm gesprochen.

Vor zwei Jahren trieb es Jakob alias Poetenheld zum Studium nach Freiburg. Ursprünglich kommt er aus Geislingen an der Steige aus der Nähe von Ulm. Er studiert an der Uni Freiburg Bildungswissenschaft und Bildungsmanagement, daneben schreibt er seit fünf Jahren eigene Songtexte, die er auch hin und wieder im Studio aufnimmt. In seinen Texten verarbeitet er die Eindrücke und Erfahrungen, die er so erlebt hat. Besonders prägend war für ihn die Zeit nach dem Abi, wo er ein Jahr in Brasilien verbracht hat. Deshalb handeln seine Texte auch oft von politischen und gesellschaftlichen Themen. fudder hat mit Jakob über seinen Freiburg-Song gesprochen.




Jakob, woher kam die Idee eine Liebeserklärung an die Stadt zu schreiben?

Jakob: Die Idee hatte ich schon eine Weile, es hat aber viel Zeit gebraucht, meine Eindrücke und Gefühle in Worte zu fassen. Davor hatte ich kein richtiges Bild von Freiburg im Kopf. Ich bin hier hergezogen und habe mich direkt wohl und auch verstanden gefühlt, weil da viele Menschen sind, mit denen ich mich selbst identifizieren kann. Nach einer Weile hat sich dann ein Feeling eingestellt, dass ich das Gefühl hatte: "Ja, ich bin da zu Hause". Mit dem Song versuche ich diese Stimmung zu transportieren und bin auch happy über das Feedback von den Leuten, die mir sagen, dass sie sich in dem Text wieder finden.

Der Titel "Freiburg meine Perle" wie ist der entstanden?

Ich habe den Titel schon länger im Kopf gehabt und wollte das Lied immer so nennen. Aber wie er entstanden ist, weiß ich nicht genau. Ich versuche mich da nicht so stark an diesem klassischen "Klischee-Rap-Slang" zu orientieren und möchte immer ausgefallene Formulierungen finden.

Was magst du an Freiburg und an seinen Leuten und was inspiriert dich?

Man kann im Sommer viel draußen machen und es ist immer mega viel los in der Stadt. Ich nehme mir gerne auch mal die Zeit und laufe auf den Rosskopf hoch und genieße die Aussicht auf Freiburg. Generell raus gehen in die Natur und in den Schwarzwald. Besonders inspirieren mich auch die Menschen hier, wenn ich Zeit mit Leuten verbringe und den Kopf frei habe um mich auf sie einlassen zu können. Danach bin ich meist sehr motiviert und hab neue Gedanken und Ideen, die ich dann umsetzen kann.

Wo siehst du dich in der Zukunft?

Die Musik zum Beruf machen, ist nicht mein Ziel. Ich möchte Spaß haben und die Musik machen, die mir gefällt und mir da von niemanden reinreden lassen. Wenn mehr daraus wird, bin ich offen aber ich sehe da jetzt kein großes berufliches Ziel darin. Mal gucken was kommt.

Ehrlich gesagt, weiß ich noch gar nicht wo es hingeht. Ich fühle mich gerade sehr wohl und möchte gar nicht an mein Studienende denken. Aber ich möchte erst einmal hier in Freiburg bleiben.

Wo kann man dich live sehen?

Ich versuche jetzt auch öfter aufzutreten. Am Anfang war ich da noch sehr unsicher. Aber durch das positive Feedback wurde ich ermutigt, öfter mal live zu spielen. Das entwickelt sich so gerade. Jedoch ist das alles noch sehr unregelmäßig. Am meisten spiele ich im Sommer draußen, dieses Jahr war ich viel auf Wohnheim-Sommerfesten und am Anfang des Sommersemesters beim March for Science. Da gibt es keinen festen Ort und das ist auch eher so im kleineren Rahmen.
Pünktlich zum Beginn des Wintersemesters soll zu dem Song "Freiburg meine Perle" auch ein Musikvideo veröffentlicht werden. Die Dreharbeiten zu dem Clip laufen gerade. Aktuell nimmt der Poetenheld an dem Songcontest "Einen Song für eine Welt" teil, bei dem man noch bis zum 4. September für ihn voten kann.

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