Der Ja, Panik-Sänger Andreas Spechtl spielt am Dienstag im Slow Club

Simon Langemann

Mit seiner Band Ja, Panik schrieb Andreas Spechtl ein paar der besten Songs der jüngeren Indie-Rock-Geschichte. Am Dienstag bringt er im Slow Club sein zweites Soloalbum auf die Bühne.

Sie gelten als eine der spannendsten deutschsprachigen Indie-Bands unserer Zeit – doch ob Ja, Panik jemals wieder eine Platte aufnehmen, darüber herrscht spätestens seit 2016 Unklarheit. Damals veröffentlichten die Österreicher, die einst im Kollektiv nach Berlin übersiedelten, anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens die Autobiografie "Futur II", in der Sänger, Gitarrist und Songschreiber Andreas Spechtl laut über ein mögliches Ende von Ja, Panik nachdachte. Andererseits grüßte die Gruppe parallel zur Buchveröffentlichung mit einer gleichnamigen Single aus der Versenkung.




Genug Arbeit hatte Spechtl seit der letzten Ja, Panik-Platte "Libertatia" jedenfalls auch so: 2015 vertonte er auf einer Tour mit Schauspieler und Musiker Robert Stadlober Texte des Philosophen Herbert Marcuse. Kurz darauf erschien seine erste Soloplatte "Sleep", ein Konzeptalbum über das Schlafen. Zuletzt stand er Christiane Rösinger – einst Gründerin der legendären Berliner Band Lassie Singers und "Grande Dame des deutschen Li-Lu-Lagerfeuersongs" (Spex) – als Produzent und Instrumentalist bei ihrer Soloplatte "Lieder ohne Leiden" zur Seite.



"Thinking about tomorrow, and how to build it" – unter diesem klangvollen Titel folgte schließlich im vergangenen November sein zweites Soloalbum, das der gebürtige Burgenländer in Teheran einspielte. Wer etwas übrig hat für Sample- und Synthie-basierten Elektro-Sound oder einfach seiner Sehnsucht nach dieser unverwechselbar sanftmütigen Stimme frönen will, sollte am Dienstagabend im Slow Club vorbeischauen.
Was: Andreas Spechtl. Suport: Saba Alizadeh

Wann: Dienstag, 17. April, 20 Uhr
Wo: Slow Club Freiburg

Eintritt: 12 Euro Abendkasse

Mehr zum Thema: