Der große Lego-Wettbewerb

Adrian Hoffmann

Was für ein Rennen! Mehr als 200 Studenten der Informatik und Mikrosystemtechnik haben gestern selbst gebaute Lego-Autos gegeneinder antreten lassen. Gestern Abend versammelten sie sich in der Fakultät für Angewandte Wissenschaften, um den mit Minimotoren angetriebenen Modellen beim Umrunden eines Hindernisparcours zuzuschauen. Für Professor Leonhard Reindl kommen hier Spieltrieb und Praxiserfahrung zusammen.



Joel Montagud hat für euch ein http://fudder.de/2006/02/15/legovideo/" titel="">Video gedreht, in dem einige der spektakulären Lego-Autos zu sehen sind.


Außerdem im Angebot: eine Fotogalerie der Modelle und ihrer Erschaffer - und ein Interview mit den Gewinnern. Hier geht's zur Story.



Den Lego-Wettbewerb gibt es jetzt seit zwei Jahren, die Teilnahme ist freiwillig - und begehrt. 32 Teams haben aus einem 250-Euro-Lego-Hightech-Baukasten ihre eigenen Autos entwickelt, in stundenlanger Kleinarbeit, mit Lichtsensoren, Softwareprogrammen, Motoren und natürlich den beliebten Steinchen zum Zusammensetzen. “Da kommt das Kind in einem hoch”, sagt Christian Schmitt, 23-jähriger Student der Mikrosystemtechnik.

Der Hindernisparcours sieht aus wie eine Grand-Prix-Strecke auf einen Minigolfplatz verkleinert. Ein dicker dunkler Streifen markiert die Strecke, die Lichtsensoren der Lego-Autos müssen ihn erkennen. Fernsteuerung ist selbstverständlich nicht erlaubt. Leider hatten Christian Schmitt und seine beiden Kommilitonen Khawaja Musawar (22) und Khawaja Nasir (20) etwas Pech. Ihr Auto, das wie eine Schnecke aussieht - hinten Gehäuse, vorne die Fühler - schaffte es nach dem ersten Hindernis nicht, eine Steigung hinaufzukommen. Etwas enttäuscht waren die Studenten schon, aber es habe Spaß gemacht, sagen sie einstimmig.



Für die Informatikstudenten ist dieser Lego-Wettbewerb eine verpflichtende Vorlesung, für die Mikrosystemtechnik-Studenten gibt es sogar Noten. Die Sieger kriegen natürlich eine Eins. Wobei sich die Professoren ruhig auch etwas für das eigentliche Favoritenteam des Autos “6-Machine” etwas überlegen könnten. Die Jungs, die sogar in Boxengassen-Kleidung auftraten, sind nämlich unter äußerst unglücklichen Umständen disqualifiziert worden. Erst riss eine Antriebskette, dann störte ein Reflektor an einem Kinderschuh den Infrarotsensor.