Der Freiburger Philipp Multhaupt hat es auf die Shortlist der ungewöhnlichsten Buchtitel 2016 geschafft

Elena Stenzel

"Über die Erhabenheit toter Katzen und das Umwerben trauriger Mädchen" – auf so einen Titel muss man erstmal kommen. Zurecht ist der Freiburger Schriftsteller Philipp Multhaupt jetzt auf der Shortlist der ungewöhnlichsten Buchtitel 2016 gelandet.

Seit ein paar Jahren verleiht die Online-Buchcommunity "Was liest du?" einen Preis für den ungewöhnlichsten Buchtitel des Jahres. Philipp Multhaupts Buch "Über die Erhabenheit toter Katzen und das Umwerben trauriger Mädchen" ist jetzt unter den letzten zehn Titeln.


"Ehrlich gesagt habe ich schon ein bisschen damit gerechnet", sagt Multhaupt. "Der Titel entstand in Kooperation mit meinem Verlag Periplaneta. Das Manuskript hieß nämlich "Die Karte", den fanden sie aber nicht so gut. Die haben einfach genau die Zeichen der Zeit erkannt, das ist ja gerade ein richtiger Trend mit den langen und komplizierten Buchtiteln".

Aktuell liegt Philipp Multhaupt auf Platz 3

Ein Blick auf die Shortlist zeigt, lange und skurrile Titel stehen hoch im Kurs: "Hinfallen ist wie Anlehnen, nur später" (Sebastian 23), "Mein Vater, das Kondom und andere nicht ganz dichte Sachen" (Gudrun Skretting) oder auch "Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen" (Morten A. Strøksnes). Aktuell liegt Philipp Multhaupt auf Platz 3: "Ich glaube eher nicht, dass ich gewinnen werde. Aber das ist ja auch schon ein kleiner Sieg, es auf die Shortlist zu schaffen".



Darum geht's: Ziemlich skurril, aber schön poetisch klingt der Titel von Philipp Multhaupts erstem Roman. Der 14-jährige Jan ist fasziniert von toten Katzen und wünscht sich eine traurige Freundin, dann lernt er Claudia kennen, die im Moment ziemlich traurig ist und die beiden ergründen zusammen das Leben und die Liebe.
Die Online-Lesecommunity "Was liest du?" verleiht zum 4. Mal den Preis für die außergewöhnlichsten Buchtitel. Zuerst werden 50 Titel für die sogenannte Long List nominiert, daraus werden dann zehn Titel auf die Short List, also in die Top Ten gewählt, seit Mitte Februar läuft die Abstimmung über den Siegertitel. Bis 7. März kann noch abgestimmt werden, der Gewinner wird am 25. März auf der Leipziger Buchmesse bekannt gegeben.

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