Der Freiburger 24-Stunden-Lauf 2015 ist gerettet

Joachim Röderer

Teamwork macht’s möglich: Der 24-Stunden-Lauf für Kinderrechte ist gerettet. Die Projektleitung übernimmt die Vereinigung Freiburger Sozialarbeit. Doch es sind noch mehr beteiligt.



Na also, es läuft doch. Der 24-Stunden-Lauf für Kinderrechte ist gerettet. Die Vereinigung Freiburger Sozialarbeit übernimmt die Projektleitung vom Kinderbüro, das künftig nicht mehr involviert sein wird. Andere Organisationshelfer sind dafür mit dabei. Die zuerst abgesagte Veranstaltung kann damit doch am 4. und 5. Juli im Seeparkstadion stattfinden.


Die vielfältigen Proteste von Läufern, vom Kinderhilfswerk und von allen 48 Gemeinderätinnen und -räten haben Wirkung gezeigt: Der vom städtischen Kinderbüro abgesagte 24-Stunden-Lauf für Kinderrechte wird in diesem Jahr doch nicht ausgesetzt.Die Vereinigung Freiburger Sozialarbeit (VFS) wird die Projektleitung übernehmen. Bei der Organisation mithelfen werden das Spielmobil, die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) und das Amt für Kinder, Jugend und Familie.

Hohe Summe wurde von den Teilnehmern erlaufen

Am Donnerstag treffen sich alle Beteiligten noch einmal zum Gespräch, aber schon jetzt ist klar, dass die Veranstaltung ausgetragen wird. "Der Lauf ist eine Institution in Freiburg, die man am Leben halten muss, das haben die Proteste gezeigt", sagt Daniel Ferch, Geschäftsführer der VFS. Ein wichtiger Faktor sei auch die hohe Spendensumme von 50.000 Euro, die im vergangenen Jahr von den Teilnehmern erlaufen wurde: Auf das Geld, das als Spende vielen Einrichtungen zugute komme, könne man nicht so einfach verzichten, so Ferch. Der VFS sei gut aufgestellt und werde die Projektleitung stemmen. Schon in der kommenden Woche mache sich das Team an die Arbeit.

Hilfe gibt es vom Spielmobil und auch von der FWTM. Die städtische Tochtergesellschaft will die VFS bei Genehmigungen, Anträgen, bei der Suche nach Caterern und Sponsoren unterstützen. "Wir können organisatorische Hilfestellung bieten, diese Dinge sind für uns tägliche Praxis", erklärt FWTM-Chef Bernd Dallmann. Auch für ihn ist es klar: "Es kann nicht sein, dass der Lauf einfach so ausfällt."

Stadt gibt Obolus dazu

Die Stadtverwaltung wolle den Übergang begleiten und ihre Expertise für diese Veranstaltung beisteuern, so Bürgermeisterin Gerda Stuchlik. Beteiligt ist allerdings nicht mehr das Kinderbüro, sondern das Amt für Kinder, Jugend und Familie. Die Stadt werde, so kündigt Stuchlik an, auch einen Obolus für die Laufveranstaltung dazugeben.

Für 2016 könnte dann laut VFS-Geschäftsführer Ferch ein Trägerverein gegründet werden, der dann auf Dauer als Veranstalter des 24-Stunden-Laufs für Kinderrechte auftritt.

Mehr dazu: