Der Freiburg-Tatort wird ein Öko-Tatort

Daniel Laufer

Heike Makatsch und Co. kriegen Fahrräder, das Catering kommt von Bauern aus der Regio: Der Freiburg-Tatort soll besonders umweltfreundlich werden. Das ist natürlich wieder geil:


(Fotomontage)

Das Team kriegt Fahrräder, wenn möglich, sogar Elektrofahrzeuge: Die Macher wollen den Freiburg-„Tatort“ besonders umweltfreundlich drehen. Das berichtet die BILD am Sonntag.


„Die Tonabteilung arbeitet mit Akkus, anstatt wie sonst mit Batterien. Statt Dieselgeneratoren versuchen wir für die Beleuchtung Ökostrom zu nutzen“, zitiert die Zeitung Produzent Pascal Nothdurft. Auch beim Catering wolle man Lebensmittel von regionalen Herstellern und Bauern beziehen, so die BamS.

Und was halte ich davon?

Grundsätzlich ist das natürlich super. Vielleicht treffe ich so morgens den Mörder in der Straßenbahn. Ich auf dem Weg zur Arbeit, er, nach einer harten Drehnacht noch blutverschmiert, auf dem Rückweg ins Hotel.

Womöglich fahre ich aber auch mit dem Rad in die Stadt und Kommissarin Makatsch nimmt mir die Vorfahrt, wie man das halt so macht. Aus ihrem Fahrradkorb (Bast) ragt noch das Karottenkraut (Münstermarkt) und weil sie so schnell ist, flattern ihre Pump-Hosen im Wind.

Schon jetzt warnt ein Schild: „Parken in der Franz-Liszt-Straße (Herdern) vom Dienstag, 8. September, bis Donnerstag, 10. September, verboten“ - und alles wegen der Dreharbeiten. Ein erster ökologischer Schlag der Filmemacher. Natürlich ließe sich das auch auf den Rest der Stadt ausweiten.

Nur eine Bitte: keine Verfolgsjagden mit dem Auto, schon gar nicht nachts. Ein cleverer Mörder würde einfach auf die B31 fahren und die Makatsch hätte keine Chance mehr. Mit Tempo 30 würde sie so umweltfreundlich wie möglich nur noch die Rücklichter sehen.

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[Fotos: dpa Picture Alliance / Montage: fudders Photoshop-Praktikant]