Der F-Club macht zu

Meike Riebau

Aller schlechten Dinge sind drei: Auch der F-Club hat Insolvenz angemeldet. Schon am morgigen Samstag (5. Januar) findet die Abschiedsparty statt.

Die Betriebsaufgabe habe schon seit längerem in der Luft gelegen, sagt Felix Undeutsch, Geschäftsführer des F-Clubs, im Gespräch mit fudder. "Es sind einige Faktoren, die zu dem Entschluss geführt haben."




Zum einen sei es eine Frage der "Partymentalität". "In Freiburg möchte das Partyvolk möglichst wenig Geld ausgeben, am liebsten sind den Leuten Partys, die kostenlos sind, und bei denen das Bier nur einen Euro kostet". Eine solche Party könne sich der Betreiber aber nicht sieben Tage die Woche, sondern höchstens einmal die Woche leisten.

"Wir haben das daran gemerkt, dass Mittwoch und Donnerstag immer super liefen, während freitags der Laden tot war".

Auch die Idee, mit großen Headlinern das Publikum in den Club zu ziehen, habe nicht immer funktioniert. "Es besteht derzeit ein geringes Interesse an großen Namen, die Leute wollen lieber ihre günstigen Partys haben. Die Möglichkeit, auch einmal DJs aus anderen Regionen Deutschlands oder sogar internationale Musiker zu hören, interessiere kaum mehr einen. Für die meisten sei es ausreichend, wenn hinter den Turntables die üblichen Verdächtigen aus Freiburg, Offenburg und Lahr stehen und wöchentlich den gleichen Sound bringen."

Ein weiterer Grund liege in der gestiegenen Konkurrenz: "Bars wie das Maria's oder die Jackson Pollock Bar bieten ebenfalls Musik und Drinks - hinzu kommt, dass sie auch noch eine Gastronomie-Konzession haben, dementsprechend die Möglichkeit haben, Raucherräume anzubieten - anders als bei reinen Clubs. Das heißt, ihr Angebot ist einfach noch breiter."

Wie man sehen könne, würden diese Bars "aus allen Nähten platzen", während die traditionellen Freiburger Clubs - so Undeutsch - mehr und mehr zu kämpfen haben.

Die Belegschaft des F-Clubs sei kurz vor Weihnachten von dem Geschäftsschluss informiert worden. "Wir wollten unsere Leute aber nicht ohne Zukunftsperspektive stehen lassen, deshalb haben wir versucht, sie in anderen Gastronomie-Betrieben unterzubringen", sagt Felix Undeutsch. Was mit dem Lokal in der Kaiser-Josef-Straße geschehen wird, werde sich im Laufe der nächsten Woche klären. Auch Undeutsch selber hat sich noch nicht entschieden, was er weiterhin tun wird - aber auch das werde sich im Laufe der nächsten Woche klären.

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