Der erste Entwurf fürs SC-Stadion ist da - nur viel zu früh

Daniel Laufer

"Fußballtheater 2020" haben die Schweizer Projektplaner ihren Entwurf getauft, der gerade im Internet kursiert. Passender Name, denn: Im Theater geht es ja immer auch um Fantasie. Warum es dabei wohl auch bleiben wird:

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Die Projektplaner der Schweizer Firma Brightrock haben ihren Entwurf für das neue SC-Stadion veröffentlicht. "Fußballtheater 2020" haben sie das Projekt getauft. 365 Tage im Jahr soll das Stadion mehrfach nutzbar sein - heißt: eben nicht nur für Fußball. In den Bau integrieren will Brighrock bis zu 1200 Studierendenwohnungen, außerdem ein Altersheim, eine Klinik und ein Hotel.


Als Vorbilder dienten dem Unternehmen der St. Jakob-Park in Basel (rund 250 Millionen Schweizer Franken Baukosten) und das Stade de Suisse in Bern (rund 350 Millionen Schweizer Franken) - die beiden größten Fußballstadien der Schweiz. Das Freiburger Brightrock-Stadion hat der Architekt Max Dudler entworfen.

Beim "Fußballtheater 2020" gibt es nun aber vor allem ein Problem: Für das neue SC-Stadion gibt noch gar keine Ausschreibung. Warum?

Weil:
  • die Ergebnisse diverser Gutachten noch ausstehen
  • Stadt und Sportclub erst am Montag den aktuellen Sachstand bekanntgeben wollen
  • der Gemeinderat zunächst den Bebaungsplan ändern muss
 

Man darf ja träumen

Die Schweizer mögen ihren Entwurf ja angefertigt haben. Aber: auf gut Glück! Für den Lärmschutz planen sie zum Beispiel mit einem komplett schließbaren Dach - wie etwa auf Schalke. Eine solche Lösung wurde von der Stadt allerdings längst ausgeschlossen - sie gilt als zu teuer.

Auf der Fläche im Wolfswinkel all die Einrichtungen unterzubringen, mit denen Brightrock plant, dürfte platztechnisch zudem eine enorme Herausforderung sein. Und: Wo im Schweizer Entwurf ist eigentlich der Trainingsplatz?

Mehr dazu:

[Foto: Max Dudler/Brightrock AG]