Altstadt Endingen

Der Endinger Büchermarkt findet am 2. Juni zum 14. Mal statt

Ruth Seitz

Schon seit 14 Jahren findet der jährliche Bücherflohmarkt in Endingen statt. Rund 200 Anbieter und Händler werden in diesem Jahr mit gebrauchten Büchern, Schallplatten und CDs auf dem Markt erwartet.

Stöbern, schauen, blättern, eventuell kaufen, nette Gespräche führen oder fachsimpeln – am Sonntag, 2. Juni, wird sich die historische Altstadt von Endingen in einen riesigen Büchermarkt verwandeln. Seit 14 Jahren haben Händler und Besucher gleichermaßen Spaß beim Büchermarkt, und so erwartet Organisator Wolfgang Koch in diesem Jahr mehr als 200 Anbieter.


Mit von der Partie ist auch wieder die Gewerbe- und Handelsvereinigung (G &H), deren Mitglieder dann am Nachmittag zum verkaufsoffenen Sonntag einladen.

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte des Büchermarkts im Jahr 2006, als die Buchhandlung Vollherbst-Koch ihren 150. Geburtstag feierte – damals gleichzeitig mit "Wein und Messe" mit rund 20 Bücherständen. Im Lauf der Jahre haben sowohl die Anbieter und Händler, als auch die Besucher eines besonders schätzen gelernt: die entspannte Atmosphäre, bei der viel Zeit für Gespräche bleibt. "Ein Bummel über den Büchermarkt entschleunigt einfach", hatte im vergangenen Jahr eine Besucherin erklärt.

Rund 200 Anbieter und Händler werden in diesem Jahr mit gebrauchten Büchern, Schallplatten und CDs auf dem Markt erwartet. Die meisten sind Privatanbieter, vertreten sind aber auch viele soziale Gruppen und Einrichtungen aus Endingen und aus der Region und auch aus dem Elsass.

Kinderbücher, wissenschaftliche Abhandlungen, Kochbücher, bibliophile Kostbarkeiten, alte Landkarten, Krimis, Romane, Kunstbände, Gartenliteratur, Comics, Sachbücher – wer gezielt nach etwas sucht, braucht angesichts des vielfältigen Angebots Zeit zum Stöbern.

Stände im Rundlauf durch die Stadt angeordnet

Auch in diesem Jahr sind die Stände in einem Rundlauf durch die Stadt angeordnet. Zum einen, damit sich Besucher von auswärts gut zurechtfinden, zum anderen, weil dann sichergestellt sei, dass alle Anbieter gleichwertige Standplätze haben. So wird der Büchermarkt nicht mehr durch die Ritterstraße geführt, sondern über den Lindenplatz, die Kaplaneistraße und die nördliche Stollbruckstraße zu einem Ring verbunden.

So können die Besucher am Torli ihren Bummel durch die Hauptstraße, die Dielenmarktstraße, die Stollbruckstraße, die Kaplaneistraße über den Lindenplatz und wieder zurück zum Marktplatz unternehmen.

Am Sonntag werden die Stände ab 9 Uhr aufgebaut. Auch die historischen Innenhöfe bei der Metzgerei Ruesch und der ehemaligen Ratsapotheke werden sich dabei wieder in Bücherhöfe verwandeln.

Straßenmusiker und Kinderrallye

Parallel zum Büchermarkt laden die Endinger Einzelhändler zum zweiten verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr ein. "Wir sind wieder mit Spaß dabei" betonte G & H-Vorsitzender Ingo Fuchs beim Pressegespräch am Dienstag und lobte den Büchermarkt als sehr werbewirksame Veranstaltung für die Stadt, die sich durch hohe Qualität auszeichne. Mitglieder der G & H sind als Orga-Team wieder tätig – und weisen etwa die Händler ein.

In der ganzen Stadt werden am Sonntag auch wieder Straßenmusiker unterwegs sein und die Besucher mit ganz unterschiedlicher Musik unterhalten: Die Swingband "Blue Moon" spielt am südlichen Marktplatz bei der oberen Kirche, zu Gast sein wird auch wieder der Rock- und Popgitarrist Axel Deyda.

Für die jungen Büchermarkt-Besucher gibt es eine Kinderrallye der G & H mit einem Gewinnspiel. Die Riesenbauklötze sind zum Spielen da, es gibt eine Hüpfburg und Kinderschminken.Das Getränke- und Speisenangebot ist bunt und vielfältig, reicht vom süßen Häppchen bis zum herzhaften Vesper, von Cocktails bis zum Whisky- und Rum-Tasting.

"Für mich ist das der erste Büchermarkt in Endingen und ich freue mich drauf", meinte Endingens Bürgermeister Tobias Metz und dankte Wolfgang Koch und Ingo Fuchs für die Organisation. Der Büchermarkt sei nicht nur ein touristisches Aushängeschild, sondern spreche alle Altersgruppen gleichermaßen an. Lesen sei ein wichtiges Kulturgut, die Konkurrenz durchs Internet immens. Metz: "Es ist wichtig, dass junge Menschen gut lesen lernen und gut lesen können."

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